Eine Delegation unter der Leitung des niederländischen Vize-Landwirtschaftsministers Silvio Erkens informierte sich kürzlich über aktuelle Forschungshighlights am ATB und vertiefte den Dialog über zukünftige Kooperationen. Der Fokus lag vor allem auf den Themen Agrarrobotik und Emissionen in der Landwirtschaft.
Der Besuch steht im Zeichen des im Januar 2026 unterzeichneten trilateralen Memorandum of Understanding (MoU) zwischen acht Partnern aus der Agrarindustrie, Agrarrobotik und der agrartechnischen Forschung aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Das MoU, an dem neben dem ATB und dem Agrotech Valley Forum auch die Universität Wageningen beteiligt ist, bildet die strategische Grundlage für eine engere europäische Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer nachhaltigen und resilienten Landwirtschaft in Zeiten globaler Herausforderungen wie Wasserknappheit, Klimawandel und Schädlingsbefall.
Nach einer Begrüßung durch ATB-Direktorin Prof. Dr. Barbara Sturm und durch die Leiterin der Abteilung Agrarmechatronik, Prof. Dr.-Ing. Cornelia Weltzien, erhielt die Delegation einen Überblick über die Forschungsarbeiten des Instituts. Während des anschließenden Rundgangs erhielt die Delegation exklusive Einblicke: Dr. David Janke präsentierte den Grenzschicht-Windkanal des ATB, eine in Europa einzigartige Infrastruktur zur Messung und Modellierung von Luftströmungen im Agrarbereich, etwa zur Optimierung der Emissionsminderung in Ställen. Im Fieldlab für Digitale Landwirtschaft gaben ATB-Forschende einen Überblick über die neuesten Entwicklungen bei autonomen Feldrobotern und datengetriebenen Anbausystemen.
Vizeminister Erkens und seine Delegation zeigten großes Interesse an dem am ATB gelebten Ansatz, wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Entwicklung und praktische Anwendung eng miteinander zu verzahnen. Insbesondere die präsentierten technologischen Lösungsansätze für eine nachhaltigere und effizientere Lebensmittelproduktion stießen bei den Gästen auf große Resonanz. Im gemeinsamen Austausch bestand Einigkeit darüber, wie essenziell eine intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist, um zukünftige Innovationen schneller und zielgerichteter für landwirtschaftliche Betriebe nutzbar zu machen.
Prof. Dr. Barbara Sturm freut sich über das große Interesse: „Wir fühlen uns sehr geehrt durch den Besuch von Vizeminister Erkens und seiner Delegation. Es freut uns, dass unser Ansatz, exzellente Wissenschaft direkt in die anwendbare Praxis zu überführen, so positiv wahrgenommen wurde. Die Niederlande und insbesondere die Universität Wageningen, Fedecom und FME sind für uns strategische Schlüsselpartner. Das neue MoU bietet eine fantastische Grundlage, um unsere Kräfte zu bündeln und gemeinsam an den technologischen Lösungen für eine zukunftsfähige europäische Landwirtschaft zu arbeiten.“