Forschungsinfrastruktur

Foto: Manuel Gutjahr

Pflanzenfasertechnikum

Brennnessel, Hanf, Hopfen oder Öllein - diese Pflanzen stehen für weit mehr als Unkraut, Drogen, Bier oder Öl. Sie liefern hochwertige Fasern, die nicht nur für die Fertigung von Textilien interessant sind, sondern auch als Bau- oder Dämmstoff in der Industrie Einsatz finden und damit fossile Rohstoffe ersetzen können. Neben bekannten und unbekannten Faserpflanzen interessieren uns insbesondere auch lignozellulose-haltige Biomassen aus der Koppel- und Reststoffnutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen bzw. Energieträgern.

Im Technikum stehen uns für die Aufbereitung und Verarbeitung von Faserpflanzen Maschinen und Geräte vom Klein- bis zum Pilotmaßstab zur Verfügung. Diese ermöglichen neben der mechanischen Aufbereitung von trockenen Biomassen mittels Prallaufschluss und Mahlen auch den Partikelaufschluss von feuchten Rohmaterialien mittels Extruder oder Scheibenmühle. In der Anlage können Intermediate nach Zugabe von Hilfsstoffen zu plattenförmigen Endprodukten weiterverarbeitet werden. Für alle Verarbeitungsstufen stehen Analysekapazitäten mit entsprechender Ausstattung zur Verfügung, beispielsweise Raster-Elektronen-Mikroskopie für die Strukturanalyse, eine Universal-Materialprüfmaschine zur Ermittlung mechanischer Kennwerte und chemische Analytik.

Weitere Informationen unter Forschungsprogramm "Stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse"