Forschungsinfrastruktur

Foto: Manuel Gutjahr

Frischetechnikum

Das mit modernster Technik ausgestattete Frischetechnikum und die daran angeschlossenen Labore ermöglichen umfangreiche Untersuchungen und Bewertungen von frischen Lebensmitteln, insbesondere Obst und Gemüse, sowie von neuen Verfahren zu deren Aufbereitung, Transport, Lagerung und Präsentation – vom Labor- bis in den Praxismaßstab. Neben einer zentralen Versuchshalle zählen ein Kältetechnikum, optische Technika sowie Labore zur Aufbereitung und Analyse pflanzlicher Parameter zur Anlage. Das Innovationslabor ermöglicht Untersuchungen rund um innovative Proteinquellen.     

Die Anlagen mit ihrer gerätetechnischen Ausstattung im Überblick: 

Die Versuchshalle mit ca. 200 m² Grundfläche wird überwiegend für wechselnde Versuchsanstellungen genutzt. Ausgestattet ist sie mit verschiedenen Klimakammern und Brutschränken sowie drei Fitotron-Pflanzenwuchskammern (Weiss Umwelttechnik GmbH). 

Das Kältetechnikum umfasst den Analysenraum und drei separate Kühlräume. Die Ausstattung umfasst hochgenaue Gasanalysetechnik (GC-2030 bzw. GCMS-QP2010; Shimadzu), Ethylenanalysator (ETD-300; Sensor Sense), Klimamesstechnik (Temperatur, relative Feuchte, CO2/H2O) (LI-COR Biosciences; PP Systems) bzw.CO2/O2-Gaswechselanlagen und eine Folien-Verpackungsmaschine (Multivac). Die drei hochgenauen Kühlräume (Frigotec GmbH) verfügen über Rieselkühlung und enthalten je 12 einzeln regelbare CA-Kammern.

Die optischen Technika umfassen zwei Kunstlichträume zur Hyperspektralbildanalyse bzw. für Rückstreumessungen sowie das zentrale optische Technikum. Dieses ist mit verschiedenen nicht-invasiven optischen Messsystemen zur Erfassung qualitätsrelevanter und pflanzenphysiologischer Parameter ausgestattet: VIS- und NIR-, Raman- sowie Fluoreszenz-Spektrometer, Chlorophyll Fluoreszenz Messtechnik (PAM 2000, Mini-PAM und Dual-PAM; Heinz Walz GmbH), Bildanalysesysteme (Open FluorCam FC 800; Photon Systems Instruments).

Die Analytik umfasst verschiedene Analyseverfahren für Pflanzenpigmente sowie weitere qualitätsrelevante Inhaltsstoffe, Laborspektrometer, ein Mettler-Titrator mit automatischem Probenwechsler, Systeme zur Messung von osmotischem und Wasserpotential (Wescor, Inc.; Soilmoisture Equipment Corp.), Geräte für die Blattflächenbestimmung (CI-202; CID Bio-Science, Inc.), eine Materialprüfmaschine (TA.XTplus Texture Analyser; Stable Micro Systems) und zwei HPLC (UHPLC; Shimadzu; Agilent). 

Im Innovationslabor (EFRE-geförderter Ausbau im Rahmen des Projekts Inno-Lab4Pro) sind maßgeschneiderte Prozessmodule (Extraktion, Separation, Verdampfung, Gefrier-, Warmluft- und Sprühtrocknung, Verkapselung) für die nachhaltige Herstellung proteinreicher Lebensmittel aus alternativen Quellen, wie Leguminosen und essbaren Insekten, zusammengestellt.
Verschiedene nicht-thermische Verfahren (Hochspannungsimpulse, Ultraschall, isostatischer Hochdruck, kaltes Atmosphärendruckplasma, Fermentation) werden zur Extraktion und Modifikation relevanter Lebensmittelinhaltsstoffe eingesetzt und teilweise mit konventionellen Prozessen kombiniert (Ultraschall-, Hochdruck-, Hochspannungsimpuls-Extraktion, Ultraschall-, Plasma-Trocknung).
Die messtechnische Erfassung strukturbedingter physikochemischer und techno-funktioneller Eigenschaften erfolgt über konventionelle Methoden der Inhaltsstoffanalytik, sowie die Partikelanalyse (HORIBA LA-960, Microtrac Retsch) und die Messung des Zetapotentials (Zetasizer Pro, Malvern Panalytical).