Unsere Forschungsprojekte

Foto: Manuel Gutjahr

Projekt

Titel
Entwicklung einer Methode zur frühzeitigen Erkennung von Resistenzlinien in der Salatzüchtung mittels Chlorophyllfluoreszenzbildanalyse. Teilprojekt 1
Kürzel
Salatbild
Beginn
01.09.2011
Ende
31.08.2014
Koordinierendes Institut
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB)
Ansprechpartner ATB
Partner
Julius Kühn-Institut (seit 01.01.08), Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
Oldenburger Saatzucht

Zusammenfassung
Der Ertragsgartenbau besitzt in Deutschland einen beträchtlichen ökonomischen Stellenwert. Speziell im Salatanbau führen Pflanzenkrankheiten häufig zu erheblichen Ernteverlusten und damit zu großen Ertragsausfällen. Die Nutzung des konventionellen chemischen Pflanzenschutzes wird in zunehmendem Maß von den Verbrauchern abgelehnt. Daher verstärkt sich die Nachfrage der Produzenten nach neuen, pathogenresistente Salatsorten. Allerdings ist deren Züchtung ein arbeitsintensiver, langwieriger Prozess. Speziell die Identifikation und Selektion der Resistenzen erfolgt zurzeit in erster Linie durch subjektive visuelle Bonitur. Ziel dieses Projektes ist es, eine leistungsfähige nichtinvasive Methode zu entwickeln, die es erlaubt, die Resistenz von Salatjungpflanzen gegenüber Falschem Mehltau (Bremia lactucae) frühzeitig und rasch zu erkennen und zu bewerten. Die Photosyntheseaktivität ist erwiesenermaßen ein guter Indikator für die Detektion von Schädigungen der Pflanzen, bereits in frühen Stadien. Für die nichtinvasive Messung der tatsächlichen photosynthetischen Leistungsfähigkeit ist die Chlorophyllfluoreszenzbildanalyse (CFBA) sehr gut geeignet. Allerdings sind bisher erhältliche CFBA-Systeme sowie die Analyse der damit erhaltenen Daten nicht für eine derartige Nutzung sinnvoll einsetzbar und sollen entsprechend weiterentwickelt und angepasst werden. Eine CFBA-gestützte objektive Resistenztestmethode ist derzeit noch nicht erhältlich, würde der Gemüsezüchtung aber weitreichende Vorteile erschließen. Sie schafft die verfahrenstechnische Voraussetzung für eine effektivere Sortenwahl durch schnellere, verlässlichere Auswerteverfahren zur Anwendung in Zuchtbetrieben und im Salatanbau. Das zu entwickelnde System soll es weiterhin ermöglichen, als einfach zu bedienender Krankheitsscanner die Selektion auf feldresistente Eigenschaften neuer Sorten zu erleichtern sowie frühzeitig Mehltaubefall in gärtnerischen Praxisanlagen zu detektieren.

Förderung
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Projektträger
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - Projektträger
Förderkennzeichen
511-06.01-28-1-54.095-10
Förderprogramm
Programm zur Innovationsförderung