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Weiter gefördert: ATB-Nachwuchsgruppe „Biogasgewinnung aus stickstoffreichen Substraten“

Januar 2015: Das BMEL fördert für weitere zwei Jahre die Arbeit der Nachwuchsgruppe „Biogasgewinnung aus stickstoffreichen nachwachsenden Rohstoffen und landwirtschaftlichen Reststoffen - Entwicklung und Optimierung von verfahrenstechnischen und mikrobiologischen Lösungen zur Vermeidung von Ammoniak-Hemmungen“ über den Projektträger FNR.

Am ATB arbeitet seit 2012 eine von vier bundesweit vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Nachwuchsgruppen an Lösungen für die Biogasgewinnung aus stickstoffreichen Substraten wie Hühnerkot und -mist, Gras und Leguminosen. Bei Verwendung dieser Substrate kommt es leicht zur Entstehung und Akkumulation von Ammoniak, das den Biogasprozess hemmt, die Effizienz und Stabilität des Prozesses mindert. 

Ziel der WissenschaftlerInnen ist es, Strategien zur Verwertung dieser bislang wenig genutzten, stickstoffreichen Substrate, auch in Monovergärungen, zu entwickeln. Molekulare Techniken (u.a. Pyrosequenzierung, FISH, real-time PCR) kommen zum Einsatz, um die Biozönosen bei variierenden Ammoniakkonzentrationen zu erforschen. 

Neben grundlegenden mikrobiologischen Arbeiten steht die Optimierung bestehender Verfahren wie die sogenannte Strippung von Ammoniak mit Unterdruck, Luft, Biogas oder Dampf oder die Fällung von Ammonium im Fokus der Forscher. Besonderes Augenmerk liegt in der verfahrenstechnischen Verbesserung von leistungsfähigen zweiphasigen Verfahren (thermophil/hyperthermophil), die speziell zur Vergärung rohfaserreicher Biomasse am ATB entwickelt wurden. 

Mit der Verlängerung des Förderzeitraums kann die Forschergruppe jetzt auch die Entwicklung von Starter- und Zusatzkulturen für die Biogasfermentation zur schnellen und komplementären Besiedlung stickstoffreicher Substrate in Angriff nehmen. 

Kontakt: Niclas Krakat

Seit 2012 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Gruppen junger WissenschaftlerInnen, die zur stofflichen oder energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe forschen. Ziel der Förderung ist es – neben der Generierung von Forschungsergebnissen - vielversprechende neue Forschungsfelder strukturell und nachhaltig an deutschen Hochschulen oder verwandten Einrichtungen zu verankern. In der ersten Projektphase haben die Nachwuchsgruppen wichtige Grundlagen gelegt und erste Ergebnisse erzielt. Um die begonnenen Arbeiten weiter zu führen und insbesondere die Markteinführung der jeweiligen Themen vorzubereiten, unterstützt das BMEL die nachfolgenden Gruppen nun für weitere zwei Jahre.