Mitsuko Shino, Botschafterin von Japan in Deutschland, informierte sich am ATB über aktuelle Forschungshighlights und lotete Möglichkeiten für eine vertiefte wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit aus.
Der Besuch ist eine direkte Folge der jüngsten Japan-Reise einer Delegation der Leibniz-Gemeinschaft, die von ATB-Direktorin Prof. Dr. Barbara Sturm geleitet wurde. Ziel des Austauschs war es, auf den langjährigen, guten Kontakten zwischen dem ATB und japanischen Forschungseinrichtungen wie der TUAT und Kyoto University aufzubauen und neue Kooperationspotenziale – auch mit Industriepartern wie Yanmar und Kubota in Japan – zu erschließen.
Einblick in die Forschungsbereiche Agrartechnik, Sensorik und Modellierung
Während eines Rundgangs erhielt die Botschafterin Einblicke in die Bandbreite der ATB-Forschung. Vorgestellt wurden unter anderem innovative Ansätze zur Nutzung von Insekten und zur Entwicklung nachhaltiger Verpackungen, die biotechnologische Umwandlung von Biomasse in wertvolle biobasierte Chemikalien sowie Verfahren zur Minderung von Emissionen in der Tierhaltung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Abteilung Agromechatronik. Hier wurden neueste Entwicklungen in der Robotik und Digitalisierung für eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft präsentiert. Die japanische Botschafterin zeigte großes Interesse an den technologischen Lösungen und dem Potenzial für gemeinsame Projekte, insbesondere in den Bereichen Automatisierung und Präzisionsgartenbau.
Grundstein für zukünftige Partnerschaften
Prof. Dr. Barbara Sturm, wissenschaftliche Direktorin des ATB, betonte die Bedeutung des Besuchs: „Es war uns eine besondere Ehre, Botschafterin Shino am ATB begrüßen zu dürfen. Dieser Austausch ist die ideale Fortsetzung der sehr konstruktiven Gespräche während der Leibniz Delegationsreise nach Japan in 2025. Japan ist ein weltweiter Technologieführer, und das große Interesse an unserer Forschung im Bereich Agromechatronik und darüber hinaus zeigt, dass wir an global relevanten Zukunftsthemen arbeiten. Wir sehen enormes Potenzial für Kooperationen, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch bei der Vernetzung mit führenden Technologieherstellern in Japan. Eine exzellente Gelegenheit, diesen Austausch zu pflegen, bietet sich bereits im August beim 32. International Horticultural Congress (IHC 2026) in Kyoto, den mehrere Forschende des ATB mit eigenen Beiträgen aktiv mitgestalten werden.“
Der Besuch endete mit dem klaren Ziel, den Dialog fortzusetzen und die deutsch-japanische Partnerschaft in der Bioökonomieforschung weiter zu vertiefen. Als direkter nächster Schritt wird bereits ein gemeinsamer Projektantrag im zukunftsweisenden Bereich der Agrarrobotik vorbereitet, der die Kooperation mit japanischen Partnern weiter festigen soll.
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