Die am 20. Mai 2026 veröffentlichten Technologie-Roadmaps zur Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) setzen klare Prioritäten für die Forschungs- und Innovationspolitik. Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) wird mit seinem Leibniz-Innovationshof für nachhaltige Bioökonomie (InnoHof®) in der Roadmap für Biotechnologie als zentrale Infrastruktur benannt.
Die HTAD dient als strategischer Rahmen, um Forschung und Innovation in Deutschland zielgerichtet zu fördern und Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln. In einem umfassenden Konsultationsprozess zur Erstellung der Roadmaps für die HTAD waren die Institute der Leibniz-Gemeinschaft aufgerufen, ihre Expertise zu Schlüsseltechnologien einzubringen.
Die neuen Roadmaps stellen einen Meilenstein dar, indem sie konsequent ressortübergreifendes Arbeiten und eine gemeinsame Verantwortung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik einfordern, um Deutschlands technologische Souveränität zu stärken. Die Leibniz-Gemeinschaft ist dabei in den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Quantentechnologie und Biotechnologie klar als Umsetzungspartner benannt.
Leibniz-InnovationsHof: Motor für die Bioökonomie
In diesem strategischen Rahmen wird der InnoHof® des ATB als zentrale Infrastruktur für den Technologietransfer innerhalb der industriellen Biotechnologie hervorgehoben. Er verkörpert die Brücke zwischen exzellenter Wissenschaft und wirtschaftlicher Praxis und füllt damit den Leibniz-Leitgedanken „theoria cum praxi“ mit Leben. Als Demonstrations- und Transferzentrum ermöglicht der InnoHof® Unternehmen und Start-ups, neue biotechnologische Verfahren zu testen und zur Marktreife zu bringen.
„Die explizite Nennung unseres InnoHofs in der Hightech-Agenda ist eine großartige Anerkennung unserer Arbeit“, so Prof. Dr. Barbara Sturm, Wissenschaftliche Direktorin des ATB. „Sie bestätigt, dass Co-Creation und Transfer von Forschung in die Anwendung der entscheidende Hebel für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Bioökonomie ist. Dies ist Auftrag und Ansporn zugleich, im Verbund mit unseren Partnern die Zukunft aktiv zu gestalten.“
Ressortübergreifendes Arbeiten in starken Netzwerken
Der Beitrag des ATB steht exemplarisch für die gebündelte Exzellenz der Leibniz-Gemeinschaft. Gemeinsam mit dem IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, dem Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) und dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) zeigt sich, wie interdisziplinäre Forschung zur Erreichung strategischer Ziele beitragen kann. Darüber hinaus ist der enge Schulterschluss mit starken nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Praxis und Politik entscheidend. Nur mit unserem starken Netzwerk inklusive der Leibniz-Institute und Universitäten können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit angehen.
Ein entscheidender Grundstein für diesen Erfolg wurde durch das Land Brandenburg gelegt, das den InnoHof mit einer visionären Anschubfinanzierung von 25 Millionen Euro gefördert hat. Das ATB dankt insbesondere Ministerin Dr. Manja Schüle und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) sowie dem Landtagsabgeordneten Johannes Funke für ihre kontinuierliche und tatkräftige Unterstützung.
Die Anerkennung in der Hightech-Agenda Deutschland ist für das ATB eine Verpflichtung, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für eine zirkuläre und nachhaltige Bioökonomie weiter voranzutreiben. Das Institut wird seine Expertise auch in Zukunft aktiv einbringen, um die technologische Souveränität Deutschlands zu stärken und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Zukunft zu gestalten.
Weitere Informationen
Die Technologie-Roadmaps der Hightech-Agenda Deutschland sind hier einsehbar: Technologie-Roadmaps
Die Bundesregierung lädt zu einer sechswöchigen Online-Konsultation der Roadmaps ein: Online-Konsultation