Netzwerke

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Leibniz-Forschungsnetzwerke

Leibniz-Forschungsnetzwerke widmen sich einem besonderen Schwerpunktthema oder einer Schlüsseltechnologie. Ziel ist es, die fachlichen und methodisch-technischen Kompetenzen der beteiligten Leibniz-Institute zu bündeln, auszutauschen, weiterzuentwickeln und nach außen hin sichtbar zu machen. Leibniz-Forschungsnetzwerke werden auf Vorschlag aus der Leibniz-Gemeinschaft vom Leibniz-Präsidium eingerichtet.

Das ATB ist an zwei Netzwerken der Leibniz-Gemeinschaft aktiv beteiligt.

Hier stellen wir Ihnen diese Netzwerke vor ...


Leibniz-Forschungsnetzwerk "Mathematische Modellierung und Simulation (MMS)"

Moderne Methoden der mathematischen Modellierung und Simulation haben sich als fundamentale Ressource des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts erwiesen. Mit ihrer Hilfe lassen sich etwa teure und energieintensive Experimente der Grundlagenforschung in Industrie und Naturwissenschaft vermeiden, Voraussagen bei gefährlichen oder unmöglichen Experimenten (u.a. Klima, Umwelt) treffen und Risiken neuer Technologien abschätzen. Dabei werden Methoden aus sehr verschiedenen Bereichen der Mathematik angewendet. Probleme lassen sich auf allen Raum- und Zeitskalen und auf verschiedenen Komplexitätsstufen bearbeiten: von der Firma bis zur Weltwirtschaft, vom lokalen Umweltereignis bis zum globalen Klimamodell. Die Methoden lassen sich oft nicht nur im jeweiligen Anwendungskontext einsetzen, sondern auch in völlig anderen Wissenschaftszweigen.

Ziel des Leibniz-Forschungsnetzwerks MMS ist es, dieses Effektivitätspotenzial systematisch einzusetzen und für Synergien zu nutzen. Zentral ist dabei die Frage nach den jeweils passenden, schnellsten und fehlerresistentesten Methoden der aktuellen mathematischen Forschung und der nachhaltigen Nutzung vorhandener Software- und Hardware-Ressourcen.

In den Umweltwissenschaften (Sektion E der Leibniz-Gemeinschaft, der auch das ATB angehört) wird MMS im Bereich der Klima- und Atmosphärenforschung, z.B. in Modellen zur statistischen Simulation regionaler Klimaänderungen, in verschiedenen Modellen zur Simulation dynamischer Prozesse in der Atmosphäre oder zur Modellierung und Simulation der zeitlichen Veränderung von Deformation und Massentransport und bei der Modellierung von Wärme- und Massentransport im Untergrund benötigt.

Die Koordination des Netzwerks liegt beim Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS).


Leibniz-Forschungsnetzwerk „Grüne Ernährung – Gesunde Gesellschaft“

Vor dem Hintergrund klimatischer und gesellschaftlicher Änderungen und Auswirkungen sind disziplinübergreifende Lösungsstrategien für die Transformation hin zu einem gesunden und nachhaltigen Ernährungssystem notwendig. Im Leibniz-Forschungsnetzwerk „Grüne Ernährung – Gesunde Gesellschaft“ werden Kompetenzen aus den Bereichen gesunde Ernährung, Gesundheit, Biodiversität, Umwelt, Klimawandel, Nahrungsmittelproduktion und nachhaltige Entwicklung sowie deren gesellschaftliche Relevanz gebündelt. Eine "grüne Ernährung" beinhaltet dabei sowohl eine ernährungsphysiologisch optimale Ernährung als auch eine ressourcenschonende Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -verteilung.

Ziele des Netzwerks sind neben dem wissenschaftlichen Austausch die Identifizierung konkreter Forschungsbedarfe zu aktuellen Fragestellungen aus dem Themenfeld gesunde und nachhaltige Ernährung; die Initiierung interdisziplinärer Kooperationen, weitsichtige Nachwuchs- und Karriereförderung; sowie die Etablierung eines aktiven Austauschs mit politischen Akteurinnen und Akteuren sowie eines regelmäßigen Wissenstransfers in Politik und Öffentlichkeit.

 


Leibniz Biodiversität

Das Leibniz Forschungsnetzwerk Biodiversität (Leibniz Biodiversität) bündelt und vernetzt die Kompetenzen von 18 Leibniz-Einrichtungen der Umwelt-, Lebens-, Raum-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Die Wissenschaftler*innen der beteiligten Einrichtungen erfassen und erkunden die biologische Vielfalt des Lebens und entwickeln durch interdisziplinäre Forschung gesellschaftlich relevante Lösungen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität. Ansprechpartner im ATB: Prof. Dr. Annette Prochnow

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