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Vision Agrarrobotik: Deutschland, Frankreich und Niederlande bündeln Kompetenzen

Gemeinsame Unterzeichnung des MoU in der französischen Botschaft in Berlin. (Fotos: ATB)

Mit vereinten Kräften für die Agrartechnik der Zukunft: Acht Partner aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich haben ihre strategische Zusammenarbeit besiegelt. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) legen sie den Grundstein, um Europa als globalen Innovationsstandort für Agrarrobotik zu positionieren. Die Allianz, zu der auch das Agrotech Valley Forum und das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) zählen, wird ihre Kooperation in Forschung, Innovation und Transfer langfristig ausbauen.

Globale Herausforderungen wie Wasserknappheit, Klimawandel, Schädlingsbefall und hohe Nachhaltigkeitsanforderungen bedrohen die Produktion frischer Lebensmittel. Der Arbeitskräftemangel beeinträchtigt die Produktion und Verarbeitung aller Arten von Nutzpflanzen in der Landwirtschaft massiv. 

„Vor diesen Herausforderungen stehen wir in Deutschland genauso wie unsere europäischen Nachbarn. Gleichzeitig verfügen wir insbesondere in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden über weltweit anerkannte Kompetenzen in den Bereichen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft sowie der Technologieentwicklung – mit besonderem Fokus auf Agrarrobotik und Künstliche Intelligenz. Indem wir in Europa noch näher zusammenrücken und unsere Kompetenzen bündeln, können wir nicht nur den Herausforderungen unserer Zeit souverän entgegentreten, sondern auch den Standort Europa wirtschaftlich stärken. Ein absolutes Highlight für uns ist es, Seite an Seite mit unseren herausragenden Partnern INRAE und Wageningen wissenschaftliche Meilensteine zu setzen. So vereinen wir die besten Köpfe und schaffen wegweisende Lösungen auf internationalem Niveau!“, erklärt Prof. Dr. Barbara Sturm, Wissenschaftliche Direktorin am ATB.

Im Fokus der geplanten gemeinsamen Arbeit der MoU-Partner stehen:

  • autonome Technologien für den Anbau und die Ernte hochwertiger Kulturpflanzen sowie für den Baumschnitt von Obstkulturen,
  • Beiträge zur Standardisierung und angewandte Forschung für sichere und KI-fähige autonome Landmaschinen, die schnell in der Praxis ankommen,
  • widerstandsfähige und nachhaltige Landwirtschaft durch eine Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, eine Optimierung des Wasserverbrauchs und den Einsatz autonomer Maschinen, Traktoren und intelligenter Systeme.

Die europäische Kooperation soll vor allem Landwirt*innen, Hersteller*innen, Zertifizierungsstellen und politischen Entscheidungsträger einbinden, sei es durch Konsultationen, öffentliche Veranstaltungen oder Kommunikationskampagnen.

Bereits jetzt arbeiten die beiden deutschen Akteure, Agrotech Valley Forum und ATB, eng zusammen, um Forschung, Agrarindustrie und Agrarrobotik zusammenwachsen zu lassen. „Im KI-Reallabor Agrar (RLA), das im letzten Jahr seine Arbeit aufgenommen hat, sowie mit unserem gemeinsamen Vorhaben für eine Große Strategische Erweiterung des ATB mit einem Zweitstandort in Niedersachsen, stärken wir schon jetzt gezielt die Vernetzung von Praxis und Forschung. Unser Ziel – nun auch länderübergreifend – ist es, gemeinsam Technologien zu entwickeln und zu nutzen, mit denen wir die Landwirtschaft stärken und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung beitragen können“, sagt Dr. Henning Müller, Vorsitzender des Agrotech Valley Forums. 

In Anwesenheit der französischen Landwirtschaftsministerin Annie Genevard und des niederländischen Landwirtschaftsministers Jean Rummenie fand am 16. Januar 2026 die Unterzeichnung in der französischen Botschaft in Berlin statt. „Wir freuen uns außerordentlich über die exklusive Einladung, diese hochkarätige Arbeitsgemeinschaft mitzubegründen. Wir intensivieren nicht nur unsere Zusammenarbeit, sondern gewähren uns gegenseitig Zugang zu wichtigen Bereichen in Agrarindustrie und agrartechnischer Forschung. Damit wollen wir Innovationen von Schlüsseltechnologien für einen nachhaltigen Agrar- und Ernährungssektor beschleunigen, die europäische Souveränität stärken und die internationale Sichtbarkeit erhöhen“, fasst Prof. Sturm zusammen.

 

Über das ATB:

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie ist Pionier und Treiber der systemisch-technischen Bioökonomieforschung.

Wir schaffen wissenschaftliche Grundlagen für die Transformation von Agrar-, Lebensmittel-, anderen Industrie- und Energiesystemen in eine nachhaltige biobasierte Kreislaufwirtschaft. Wir entwickeln, implementieren und integrieren Technologien, Techniken, Prozesse und Managementstrategien, wir integrieren strategisch eine Vielzahl von bioökonomischen Produktionssystemen innerhalb eines umfassenden Systemansatzes und wir managen diese wissensbasiert, adaptiv und weitgehend automatisiert unter Verwendung konvergierender Technologien. 

Wir forschen im Dialog mit der Gesellschaft, politischen Entscheidungsträgern, der Industrie und anderen Interessengruppen – erkenntnismotiviert und anwendungsinspiriert.

www.atb-potsdam.de 

 

Kontakt: 

Prof. Dr. Barbara Strum
Wissenschaftliche Direktorin
E-Mail: director@atb-potsdam.de 

Dr. Ulrike Glaubitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0331 5699-820
E-Mail: presse@spam.atb-potsdam.de

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