Trockengelegte Moore heizen das Klima an – wiedervernässte Moorflächen können stattdessen Biodiversität fördern und wichtige Rohstoffe liefern: für torffreie Blumenerde, nachhaltige Verpackungen oder Dämmstoffe. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen Forschende des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) sowie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) am 23. September 2026 in Potsdam. Im Rahmen des EU-Projekts MarginUp! treffen sich internationale Forschende mit Vertreter*innen aus Landwirtschaft, Industrie und Politik, um Ergebnisse aus mehreren Jahren Paludikultur-Forschung vorzustellen – und den Weg von der Moorpflanze zum marktfähigen Produkt sichtbar zu machen.
Internationales Use-Case-Meeting zur Nutzung von Moorbiomasse
23. September 2026, ab 9:00 Uhr
am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie
Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam
Vorgestellt werde unter anderem:
- MarginUp! – Wertschöpfung aus marginalen Landflächen, europaweit
- PaludiKult – von Feuchtgebietsfasern zu torffreiem Gartenbau
- BLuMo – moorerhaltende Bewirtschaftung in Brandenburgs Luchgebieten
- WetNetBB – eine Biomasse, mehrere Märkte: kaskadierende Wertschöpfungsketten
- EDELNASS – von nasser Biomasse zu Chemikalien und Verpackungen
- Technologien zur Herstellung von Torfersatz-Substraten
Ab 9:40 Uhr gibt es detaillierte Fördermöglichkeiten für Wiedervernässungs- und Strukturprojekte aus dem Klima- und Transformationsfonds – ein Programm mit einem Gesamtvolumen von 1,75 Milliarden Euro.
Am zweiten Tag werden die Meeting-Teilnehmenden zwei Praxisbetriebe besuchen.