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Foto: ATB

Effizientes Wassermanagement benötigt detaillierte Maßnahmen

Tränke für Weidehaltung in Brasilien (Foto: Drastig)

Tränke für Weidehaltung in Brasilien (Foto: Drastig)

Milchviehherde Canchim, Brasilien (Foto: Drastig)

Milchviehherde Canchim, Brasilien (Foto: Drastig)

20. März 2014: Im brasilianischen São Carlos diskutierten Wissenschaftler und Experten Möglichkeiten einer effizienteren Wassernutzung in der Landwirtschaft in Brasilien, Deutschland und Chile. Das 3. Symposium Tierproduktion und Wasserwirtschaft (SPARH) wurde veranstaltet von Julio Cesar Pascale Palhares, Wissenschaftler der Embrapa Southeast Livestock.

Ziel des Symposiums war es, das Wassermanagement in der Supply Chain im Sinne einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft auch umweltgerecht zu gestalten. Noch ist den Tierproduzenten der jeweiligen Länder die Bedeutung eines ressourcensparenden Wassermanagements nicht ausreichend bewusst, so die einhellige Meinung der Forscher. 

Katrin Drastig, ATB-Wissenschaftlerin und Leiterin des Projekts AgroHyd, hob in ihrem Vortrag hervor, wie wichtig eine Quantifizierung des Wasserverbrauchs für einzelne Bewirtschaftungsmaßnahmen sei. Dies sei der erste Schritt zur Verbesserung des Wassermanagement und der Wassereffizienz in der Landwirtschaft. Zwar sei in Deutschland die Quantifizierung des Gesamtwasserverbrauchs mit Hilfe von Wasseruhren übliche Praxis, aber nur eine detaillierte Kontrolle der Wassernutzung für die jeweiligen Prozessschritte könne gezielte Maßnahmen hin zu mehr Wassereffizienz ermöglichen.

Auch in Chile sei hohes Einsparpotenzial vorhanden, so Francisco S. Salazar vom chilenischen Instituto de Investigaciones de Agropecuarias. Als Beispiel nannte er das für die Reinigung der Melkstände und -räume aufgewendete Wasser in der Milchproduktion. Durch Wiederverwendung von Wasser und ein verbessertes Abwasssermanagement könne der Verbrauch deutlich gesenkt werden.