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Foto: Michael Voit

Zum Tod von Prof. Dr.-Ing Jürgen Zaske

Am 13. September 2021 ist der ehemalige Wissenschaftliche Direktor des ATB, Prof. Dr. Jürgen Zaske, im Alter von 81 Jahren verstorben.

Mit Prof. Zaske verlieren wir nicht nur einen global denkenden und handelnden Landtechniker, sondern einen hoch geschätzten Vorgesetzten, Kollegen, sowie verständnisvollen, einfühlsamen und auch humorvollen Mitmenschen.

Weggefährten und Mitarbeitende des ATB erinnern sich gern an seine charmante, aber doch eindringliche Art, einmal gesteckte Ziele auch zu erreichen. Er hat Bleibendes geleistet. Wir  werden das Andenken an Prof. Dr.-Ing. Jürgen Zaske in Ehren halten.

Der studierte Maschinenbauer war nach seiner landtechnischen Promotion an der TU Berlin viele Jahre in der internationalen Zusammenarbeit tätig, ehe er bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) leitende Verantwortung für den Bereich Landtechnik übernahm. Aus dieser Funktion heraus lernte Jürgen Zaske auch das 1992 neu gegründete Institut für Agrartechnik in Potsdam kennen. 

Im März 1993 übernahm er dann die Leitung des Institus, dessen Geschicke er als Wissenschaftlicher Direktor bis 2004 mitgestaltete. Unter seiner Leitung wurden die vom Wissenschaftsrat formulierten ambitionierten Gründungsvorgaben für das Institut erfolgreich umgesetzt und das ATB zu einer vitalen, international vernetzten Forschungseinrichtung aufgebaut. 

Eine Honorarprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin und verschiedene Lehraufträge ermöglichten es ihm, die gesammelten Erfahrungen speziell zur Verfahrenstechnik in den Tropen und Subtropen an den agrartechnischen Nachwuchs weiter zu vermitteln.

Prof. Zaske war ein national und international anerkannter Wissenschaftler und Netzwerker. Er war mit großem Engagement und außerordentlichem Verhandlungsgeschick in Gremien wie dem VDI, dem KTBL, der DLG aktiv. Auch auf internationaler Ebene, in der FAO, dem Club of Bologna, und der EurAgEng hat er sich engagiert eingebracht und die agrartechnische Community stark mit geprägt.

Anlässlich des CIGR-Weltkongresses 2006 in Bonn wurde ihm für seinen herausragenden Einsatz in den VDI-Gremien sowie für die wirkungsvolle Repräsentanz der deutschen Agrartechnik in der Europäischen Gesellschaft der Agrartechnik-Ingenieure, dem Council of EurAgEng, die Max-Eyth-Gedenkmünze am Bande verliehen.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand hat er noch über viele Jahre Zeit mit der Familie verbringen können, bevor er krankheitsbedingt immer größere Einschränkungen akzeptieren musste.

Nachruf - Langfassung (PDF)