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Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis geht an Maxi Thinius

01. März 2016: Den diesjährigen Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis erhielt die Nachwuchswissenschaftlerin Maxi Thinius. Die Verleihung fand im Rahmen des 20. Arbeitswissenschaftlichen Kolloquiums in Stuttgart Hohenheim statt. Martina Jakob (ATB), selbst Inhaberin des Preises (2007), war verantwortlich für die fachliche Betreuung der diesjährigen Preisträgerin.   

Die Studie „Strategien zur Mitarbeitergesundheitsförderung in landwirtschaftlichen Milcherzeugungsbetrieben“ beschäftigte sich mit verschiedenartige Risikofaktoren und Arbeitsbedingungen in deutschen Milchviehbetrieben, die bei MelkerInnen zu körperlich-muskulären Störungen führen. Aspekte geschlechtsspezifischer Physiologien wie auch der Einsatz unterschiedlicher Technik beim Melkvorgang fanden ebenso Beachtung. Als Ergebnis der Arbeit werden Handlungsempfehlungen für ein Gesundes Arbeiten ausgesprochen, die sich am einzelnen Individuum ausrichten. Konkret wird mehr Flexibilität in Bezug auf ergonomisches Arbeiten in Milchviehbetrieben gesetzt. Präventive Überlegungen stehen im Vordergrund.   

Der Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis zählt zu den bedeutendsten Preisen für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Arbeitswissenschaften. Der Fachausschuss Arbeitswissenschaften im Landbau des VDI Fachbereichs Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik (VDI-MEG) verleiht im 2-3-jährigen Turnus den Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis. In Gedenken an sein Lebenswerk  wurde der Preis 1982 von der ehemaligen Gesellschaft für Arbeitswissenschaft im Landbau und der Familie Ries erstmalig gestiftet. 

Prof. Dr. Ludwig-Wilhelm Ries wirkte von 1927 bis 1945 als Direktor der Preußischen Versuchs- und Forschungsanstalt für Landarbeit, dem Vorgängerinstitut des ATB am Standort in Potsdam-Bornim. Er war einer der Pioniere auf dem Gebiet der Entwicklung  ergonomisch günstiger Arbeitsverfahren mit hohem Praxisbezug.

Kontakt: Martina Jakob

Die Arbeit findet sich unter folgendem Link: A strategy for workplace health promotion on German dairy farms