News and press

Photo: ATB

Kick-off des EIP-Projekts AquaC+ in Beelitz

Obstanlage in Brandenburg (Foto: Regen/ATB)

1. Juli 2016: Im Innovationsprojekt Aqua C+ wird das ATB gemeinsam mit Praxispartnern daran arbeiten, die Wassernutzungseffizienz und Wirtschaftlichkeit von Bewässerungsanlagen zu verbessern - durch eine optimierte Steuerung auf Basis des verfügbaren Wassers und des effektiven Wasserbedarfs der Pflanze. 

Das Projekt „Entwicklung eines internetgestützten Informations- und Beratungssystems zur Erhöhung der Wassernutzungseffizienz im Obstbau (Aqua C+)“ ist eines der ersten bewilligten EIP-Projekte in Brandenburg. Es wird über eine Laufzeit von fünfeinhalb Jahren mit insgesamt 0,58 Mio. Euro gefördert.

Ziel des Innovationsprojekts Aqua C+ ist eine verbesserte Wassernutzungseffizienz und Wirtschaftlichkeit  von Bewässerungsanlagen durch eine optimierte Steuerung auf Basis des verfügbaren Wassers und des effektiven Wasserbedarfs der Pflanze. Dabei erfolgen Wasserbilanzierung und Pflanzenanalysen direkt in der Produktionsanlage. Mit Hilfe mehrjähriger Messungen werden die Projektpartner das Bewässerungsverfahren für Brandenburger Standorte validieren. Sie werden zudem die Daten zum Wasserbedarf sowie betriebs- und fruchtartenspezifische Daten innerhalb eines internetgestützten Informations- und Beratungssystems zusammenführen, um den obstanbauenden Betrieben effektive Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen.

Die Akteure in Innovationsprojekten wie Aqua C+ sind landwirtschaftliche Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Das ATB bringt seine u. a. in transnationalen ERA-Net Forschungsnetzwerken  erworbene wissenschaftliche Expertise im Bereich „Precision Horticulture“ in die gemeinsame Projektarbeit ein. Als Praxispartner sind Obstgut Müller GmbH, Märkische Obstbau GmbH und Jakobs Spargelhof GbR beteiligt. Die Koordination hat der „Kontrollring für den Integrierten Anbau von Obst und Gemüse im Land Brandenburg e.V.“.

Die Finanzierung des Projekts Aqua C+ erfolgt im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014 bis 2020 - Maßnahme M16 (Zusammenarbeit - Unterstützung für die Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen der EIP). Die Zuwendung  setzt sich aus ELER- und Landesmitteln zusammen und wird über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ausgereicht.

Kontakt ATB: Prof. Dr. Manuela Zude

Die Förderung im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) ist ein neues Instrument, das die Europäische Kommission über den EU-Agrarfonds ELER anbietet. Die EIP-Förderung ist konsequent auf die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sie zielt explizit auf den Transfer aus der Forschung in die Praxis: Praxispartner aus Landwirtschaft und Gartenbau arbeiten eng zusammen, Projektziele leiten sich direkt aus dem in der Praxis identifizierten Bedarf ab. 

Weitere Informationen zu EIP: http://www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.396812.de