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Koordinierendes Institut

Applikationslabore - Schnittstelle zur Wirtschaft

Die rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen trägt entscheidend zur Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen am Markt bei. In der Praxis des Technologietransfers zeigt sich, dass für interessierte Nutzer von Forschungsergebnissen oftmals Messdaten, Kennlinien und Labormodelle nicht aussagekräftig genug sind, um das Einsatzpotenzial für die eigene Entwicklung und Produktion abschätzen zu können. 

Applikationslabore bieten eine aktive Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie bieten umfangreiche Unterstützung für Produkt- und Verfahrensentwicklungen und sollen helfen, Forschungsergebnisse in praxisgerechte Funktionsmodelle und Demonstratoren umzusetzen. 

Mit dem Betrieb von kosten- und kow-how-intensiven Pilotanlagen ist eine wichtige Basis für die Entwicklung industrieller Verfahren und Anlagen gegeben. Grundlage unserer Kompetenz sind umfangreiche Forschungsergebnisse aus langjährigen Forschungsarbeiten, die kontinuierlich fortgeführt werden. 

Applikationslabor: Aufbereitung und Verarbeitung von feucht-konservierten Naturfaserstoffen
Ziel ist eine deutliche Verminderung der Verfahrenskosten und Anlageninvestitionen bei Sicherung hoher Produktqualität. Die Pilotanlage gestattet die Herstellung verschiedener faserbasierter Endprodukte, z.B. hochdichter Platten, die in ihren mechanischen Eigenschaften handelsüblichen Holzfaserplatten entsprechen. Der feucht konservierte Rohstoff aus grün gehäckselten Pflanzen kann ganzjährig verarbeitet werden. Reststoffe fallen nicht an. Die Anlage ist für einen Durchsatz von 1 t Faserkonservat pro Stunde konzipiert. Teilprozesse, von der Aufbereitung und Lagerung des Erntegutes bis zur Herstellung verschiedener Endprodukte, sind in weiten Grenzen parametrierbar. Neben feucht konservierten Faserpflanzen wie Hanf und Flachs können auch andere faserige Reststoffe aus landwirtschaftlicher Produktion sowie Holz mit unterschiedlichen Bindemitteln verarbeitet werden. Teile des Verfahrens sind durch eigene Schutzrechte gesichert.

Applikationslabor: Milchsäure für Biopolymere
Im Fokus steht die fermentative Herstellung von Milchsäure und anderen Intermediaten. Michsäure kann in polymerisierter Form zu Biokunststoffen weiter verarbeitet werden. Ziel ist, das Verfahren mit einer breiten Rohstoffpalette stabil und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu gestalten und einem robusten industriellen Einsatz zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden weitere Einsatzgebiete für Intermediate mit speziell auf das Endprodukt abgestimmten Eigenschaften erschlossen. Das mit der Anlage realisierte kontinuierliche Verfahren und die technische Gestaltung des Down-Streaming-Prozesses bieten hierfür einzigartige Möglichkeiten. Teile des Verfahrens sind durch Schutzrechte mit ATB-Beteiligung gesichert.

Applikationslabor: Grenzschichtwindkanal

Im Grenzschichtwindkanal des ATB verbinden sich Forschungsansätze der Meteorologie und Agrartechnik in einzigartiger Weise: In der ca. 3 m breiten und 18 m langen Teststrecke werden Strömungs- und Transportvorgänge der atmosphärischen Grenzschicht für landwirtschaftliche Strukturen im Maßstab 1:100 bis 1:500 modelliert. Windinduzierte Umströmungs- und Durchströmungsvorgänge können mittels Laserlichtschnitte visualisiert und mit Laserdoppler-Anemometer Messungen quantifiziert werden. Konzentrationsmessungen werden mit einem Flammen-Ionisations-Detektor (FID) und entsprechendem Tracergas quantifiziert. Die Untersuchung von Geruchs-, Gas und Keimausbreitung von Tierställen und Biogasanlagen dient der Entwicklung individueller Lufthygiene- und Emissionsminderungsstrategien unter Berücksichtigung von Aspekten des Tier- und Umweltschutzes.

Zielgruppen 
Über gemeinsame Projekte im Bereich der Grundlagen- und angewandten Forschung, insbesondere auch mit Wirtschaftspartnern im KMU-Bereich, sollen die Nutzungspotenziale nachwachsender Rohstoffe in einem wirtschaftlich konkurrenzfähigen Umfeld und mit innovativen Technologien und Produkten weiter erschlossen werden. Potenzielle Partner für den Technologietransfer sind:

  • Produzenten von Naturfaserstoffen bzw. von Milchsäure und weiteren Intermediaten
  • Entwickler und Produzenten von Anlagen- und Anlagenkomponenten für die Aufbereitung und Lagerung von Rohstoffen, für die Durchführung der einzelnen technologischen Schritte bis zum Intermediat oder Endprodukt
  • Anwender von Halbzeugen aus Naturfaserstoffen bzw. Milchsäure mit speziellen Anforderungen an Produktparameter und Verarbeitungseigenschaften
  • Entwickler von Produkten in innovativen und alternativen Einsatzbereichen  


Unser Angebot

  • Beratung und Problemevaluierung bei der Auswahl und Aufbereitung geeigneter Rohstoffe
  • Beratung und Problemevaluierung bei der Fixierung geeigneter Produkt- / bzw. Halbzeugparameter
  • Entwicklung einer für die zu verarbeitenden Rohstoffe und die Produkteigenschaften optimalen Verfahrensführung 
  • Anpassung einzelner Verfahrenschritte an die speziellen Anwendungsanforderungen und gegebenenfalls Entwicklung zusätzlicher oder alternativer Verfahrensbestandteile
  • Bereitstellung der Anlagentechnik für die Produktion von Produktmustern bzw. Testchargen
  • Unterstützung bei der Konzipierung kundenbezogener Produktionsanlagen
 

Termine

21. Juni 2017: Zwei Jahre Forschungsstandort Marquardt - Schauen Sie doch mal vorbei!

Im Juli 2015 hat das ATB vom Bundessortenamt im nahegelegenen Marquardt ein 26 Hektar großes...

28. Juni 2017: Wissenschaft vor Ort - Science meets Business

Wissenschaft vor Ort - unter diesem Motto öffnet das ATB am 28. Juni um 17 Uhr seine Türen und...

Aktuell

Josephine Getz erhält Nachwuchsförderpreis

19. Mai 2017: Josephine Getz erhält für ihre Masterarbeit zum Thema "Soil relevant properties of...

Presseinfo

Tierschutzplan Brandenburg: Lenkungsgremium konstituiert

26. Jan. 2017: In der gestrigen Sitzung am ATB hat sich das Lenkungsgremium zur...

Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft zur Auftaktveranstaltung Tierschutzplan Brandenburg

19. Dez. 2016: Die mit der Erarbeitung eines Entwurfs für den Tierschutzplan...

ATB 2016

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Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. · Max-Eyth-Allee 100 · 14469 Potsdam · Deutschland · Tel. +49 (0)331 5699 0 · E-mail atb@atb-potsdam.de