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Koordinierendes Institut

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Juliane Arasin M.A.
Abteilung:
Projektkoordination „Protein Paradoxa ” 
Leibniz-Forschungsverbund nachhaltige Lebensmittelproduktion & gesunde Ernährung


Telefon: +49 (0)331 5699 868
E-Mail: JArasin@atb-potsdam.de

Arbeitsgebiete

Im Dezember 2016 startete der Leibniz-Forschungsverbund "Lebensmittel und Ernährung" das Verbundvorhaben "Protein Paradoxes: Protein Supply under the Conditions of Climate Change – Production, Consumption and Human Health". Das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Projekt  erforscht nachhaltige Proteinversorgungsstrategien der nahen Zukunft - insbesondere im Hinblick auf eine wachsende Weltbevölkerung und auf die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels.

Eine nachhaltige, ressourcenschonende, effiziente, ethische und gesunde Lebens- und Futtermittelproduktion ist eine der größten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Viele Aspekte, z.B. Erzeugung, Verwendung, Sicherheit und Qualität werden wissenschaftlich und politisch kontrovers diskutiert, darunter auch das Thema “Proteine in der Nahrung”. Proteine bzw. Eiweiße, zunächst einmal unabhängig davon, ob tierischer oder pflanzlicher Herkunft, stellen einen essentiellen Bestandteil der Ernährung dar. Gleichzeitig birgt das Thema “Proteinproduktion" Widersprüchlichkeiten.

So ist z.B. die Nutztierhaltung einerseits Verursacher von Treibhausgasen, andererseits sind nur Wiederkäuer in der Lage, bestimmte Pflanzenbestandteile, z.B. Cellulose und Lignin, in für den Menschen verwertbares Protein umzuwandeln. Weitere Aspekte berühren scheinbare unauflösbare Widersprüche zwischen Ökonomie und Ethik in der Nutztierhaltung (Fleischpreise vs. Tierwohl) oder im Umweltschutz  (Biodiversität vs. Versorgungssicherheit), oder auch bezüglich einer idealen Eiweißversorgung (Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz vs. Proteinkonsum).

Das Projekt unterstützt den Aufbau eines themenspezifischen Forums für einen disziplinübergreifenden Diskurs. Den Adressaten, NachwuchswissenschaftlerInnen und PostDocs aus unterschiedlichen Disziplinen, soll dieser Austausch ermöglichen, ihre Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam Themen zu identifizieren, Fragestellungen zu spezifizieren, Methodiken und Forschungsansätze zu entwickeln, die ihre disziplinären Fachlichkeiten, Problemverständnisse und Lösungsansätze innovativ verbinden können.

Unter der übergeordneten Zielsetzung, „Nachhaltige Proteinproduktion und hochwertige Proteinversorgung als Bestandteil einer gesunden Ernährung“ möchte das Projekt

  1. einen Beitrag zum allgemeinen Verständnis der weltweiten Proteinproduktion für Futter- und Nahrungsmittel leisten, sowie Empfehlungen für nachhaltige "Proteinproduktionssysteme" erarbeiten;
  2. Erkenntnisse generieren über eine altersgerechte Proteinzufuhr im Zusammenhang mit gesundem Altern, z.B. durch den Entwurf einer "Proteinnahrungspyramide";
  3. intelligente Proteinproduktionssysteme evaluieren, sowie zu Entwicklung neuer, innovativer Konzepte und Technologien in der Proteinproduktion und –versorgung beitragen, u.a. im Bereich proteinreicher Funktionsnahrung;
  4. themenbezogene Nachwuchswissenschaftler-Netzwerke etablieren, um so die inter- und transdisziplinären Fähigkeiten künftiger Wissenschaftsgenerationen  zu unterstützen. 

Über den inhaltlichen Fachaustausch soll Mehrwert geschaffen werden, z.B. in Form einer wissenschaftlichen Community „Proteinforschung“. Gemeinsame Positionen und Publikationen zu Fragen einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Proteinproduktion, des Proteinkonsums und damit verbundenen gesundheitlichen Aspekten sollen zudem politischen EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen aus Industrie und Gesellschaft, sowie WissenschaftlerInnen theoretische und empirische Grundlagen zur gesamten Proteinwertschöpfungskette liefern.


http://www.leibniz-lebensmittel-und-ernaehrung.de/forschung/projekte/proteinparadoxa/

 

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