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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreicht Förderbescheide

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreicht den Förderbescheid an Prof. Dr. Thomas Amon, ATB (Foto: BMEL)

EmiMin-Projektgruppe mit Min Klöckner (Mitte) und Projektkoordinator Prof. Dr. Dr. Martin Kunisch, KTBL (rechts neben Min Klöckner) anlässlich der Überreicherung der Förderbescheide in Berlin (Foto: BMEL)

26. Juni 2018: Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner überreichte heute in Berlin die Förderbescheide für das Projekt „Emissionsminderung Nutztierhaltung" (EmiMin) an den Koordinator und die Projektpartner. 

Das Verbundvorhaben „Emissionsminderung Nutztierhaltung“ (EmiMin) zielt auf ausgewählte baulich-technische Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Tierhaltung mit Fokus auf Schweine- und Milchviehhaltung. Diese werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht und Emissionsminderungsgrade bzw. -faktoren für Ammoniak, Geruch und Methan abgeleitet.

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Zielkonflikt zwischen Tier- und Umweltschutz zu entschärfen und damit tier- und umweltgerechte Haltungsverfahren im Rahmen der BMEL-Nutztierstrategie weiter zu entwickeln.

Auf Grundlage des international abgestimmten VERA-Messprotokolls werden verschiedene baulich-technische Maßnahmen untersucht und weiterentwickelt. Dazu zählen beispielsweise Unterflurschieber mit Kot-Harn-Trennung in freigelüfteten Schweineställen mit Auslauf oder emissionsarme Laufflächen in Milchviehställen. Für die Untersuchung der Emissionsminderung bei Ausläufen wird die Messmethodik mit künstlichem Tracer-Gas weiterentwickelt und angepasst. 

Die Arbeiten am ATB (TP 5) unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Amon befassen sich mit der Bodengestaltung in Milchviehställen. In Milchviehställen mit planbefestigten Böden entsteht ein Großteil des Ammoniaks bei der Mischung von Kot und Harn auf den Laufgängen, die als große emissionsaktive Oberflächen wirken. Ein neuartiger Bodenbelag mit angepasstem Schieber für planbefestigte Laufgänge soll durch die frühzeitige Trennung von Kot und Harn und eine gründlichere Abschiebung die Entstehung von Ammoniak und somit die Emissionen des Stalls mindern. Die Messungen mit dem neuartigen Bodenbelag erfolgen in vier Versuchs‐ bzw. Praxisställen mit planbefestigten Laufgängen in Mecklenburg‐Vorpommern, Niedersachsen und Bayern. 

Ergebnisse und Daten des Verbundvorhabens EmiMin werden in einem interaktiven Kalkulations- und Informationssystem zur Nutztierhaltung einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und darüber hinaus in einer Forschungsdatenbank und im Fachrepositorium Lebenswissenschaften veröffentlicht.

Die Förderung des Projekts EmiMin erfolgt über einen Zeitraum von 5 Jahren aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main. Koordinierende Einrichtung ist das Kuratorium für Technik und Bauen in der Landwirtschaft (KTBL). Partner im Projekt sind die Universitäten Bonn, Kiel und Hohenheim, das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) sowie die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), Köln.

Kontakt ATB: Prof. Dr. Thomas Amon 

 
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