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Abschluss mit Perspektive - Optibarn Meeting in Brüssel

Die Optibarn-Akteure zur Abschlussveranstaltung 2017 in Brüssel.

10. Nov. 2017: Zum Abschluss des transnationalen Projekts Optibarn  kamen die beteiligten Partner in Brüssel zusammen, um den erreichten Wissensstand zu diskutieren und künftige wissenschaftliche Kooperation zu konkretisieren. Das Meeting fand am 8. und 9. November 2017 in der Vertretung des Landes Brandenburg in Brüssel statt.

OptiBarn (Optimierte tierspezifische Stallklimatisierung bei steigenden Temperaturen und erhöhter Klimavariabilität) ist ein europäisches Forschungsprojekt, das zum Ziel hat, regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel für die Milchviehhaltung zu entwickeln. Seit 2014 haben WissenschaftlerInnen von sieben Instituten aus Deutschland, Dänemark, Spanien, Israel und Australien gemeinsam Möglichkeiten zur Optimierung des Klimas in freigelüfteten Rinderställen erarbeitet. Von Beginn an waren Entscheidungsträger und Wirtschaftspartner in die Projektarbeiten integriert, um den Bedarf der Praxis im Blick zu haben und den Transfer der Ergebnisse aus der Forschung in die Tierhaltung zu befördern. 

Die WissenschaftlerInnen widmeten sich insbesondere auch der Frage, wie sich die Hitzebelastung durch die vermehrt auftretenden Extremwettersituationen auf die Vitalität von Milchrindern auswirkt. Im Fokus der Untersuchungen standen dabei die Klimasituationen in Nordeuropa, im atlantischen Westeuropa und zwei mediterranen Regionen. 

Ergebnis der intensiven gemeinsamen Arbeit sind innovative Konzepte für Stallbau und Stallklimatisierung in Anpassung an die sich ändernden klimatischen Bedingungen.

„Wir wissen, dass Temperaturen über 25°C für die Tiere starken physiologischen Stress bedeuten. Unser Ziel war und ist ein ‚smarter Stall‘, in dem auf Basis des Zusammenhangs zwischen aktuellen Wetterdaten und einer zu erwartenden hitzebedingten Stressbelastung der Tiere Ventilation bzw. Kühlungseinrichtung automatisch gesteuert werden“, beschreibt ATB-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Amon die Herausforderung für die Forschung. „Noch aber gibt es viel zu tun, bis Kühe den ersten klimaangepassten ‚smarten Stall‘ beziehen können.“ 

Als erster Schritt dorthin ist derzeit eine App in Entwicklung, die den Landwirten auf Basis aktueller Wetterdaten und tierindividueller Parameter eine zu erwartende physiologische Belastung ihrer Milchrinder prognostizieren kann. Diese Zusammenhänge sind abhängig von Region und Genotyp.

Im Rahmen der bisherigen Projektarbeit haben die Partner ihr Netzwerk konsolidiert und ausgebaut.
„Wir haben im Rahmen von Optibarn auch im Bereich der Grundlagenforschung sehr intensiv und fruchtbar zusammengearbeitet und werden die Kooperation mit unseren Partnern nach Abschluss der Projektlaufzeit ganz sicher fortführen. Dazu gibt es bereits konkrete Vorhabenskonzepte auch mit weiteren Partnern wie der Universität Wageningen, die uns unserem gemeinsamen Ziel von Tierwohl im Rahmen einer klimaangepassten Milchrinderhaltung näher bringen werden“, so Prof. Amon.

Forschungspartner im Projekt sind die Universitäten in Aarhus - DK, Valencia – E, sowie außeruniversitär PIK - D,  ARO – IL, Basque Centre For Climate Change – E, und assoziert die Universität Queensland – AU.

Mit Beiträgen auf internationalen wissenschaftlichen Konferenzen wurden erste Ergebnisse vorgestellt, u. a. RAMIRAN 2015/Hamburg, D; Precision Dairy Farming Conference 2016/Leuwaarden, NL; MACSUR Science Conference 2017/Berlin, D; ECCA 2017/Glasgow, UK; EAAP 2017/Tallinn, EE; BTU 2017/Stuttgart, D. Zahlreiche wissenschaftliche Artikel mit Detailergebnissen werden in Kürze veröffentlicht.
Bis März wird der Abschlussbericht für das Optibarn-Projekt erstellt. 

Das transnationale Projekt Optibarn (Optimierte tierspezifische Stallklimatisierung bei steigenden Temperaturen und erhöhter Klimavariabilität) wird im Rahmen der FACCE ERA-NET Plus Initiative „Climate Smart Agriculture“ des 7. Forschungsrahmenplans (FP7) der Europäischen Kommission gefördert. Die Forschung im Rahmen der ERA-NET Plus Initiative “Climate Smart Agriculture: Adaptation of agricultural systems in Europe” adressiert im weiten Sinne Strategien und Maßnahmen zur Anpassung der Europäischen Landwirtschaft an den Klimawandel. FACCE-ERA-NET Plus wurde aus dem siebenten Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration der Europäischen Union unter der Fördernummer 618105 finanziert. Die Förderung der einzelnen Projektpartner erfolgt über nationale Kontaktstellen. 

 
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