Optimiertes Melken

Melklabor am ATB (Foto: ATB)

Kontakt: Susanne Demba, Thomas Amon

Die Weiterentwicklung von tierindividuellen Melksystemen soll dazu beitragen, Tiergesundheit und Milchqualität auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Dabei nutzen und entwickeln wir neue Techniken und Methoden der Analytik, Sensorik und der Daten- und Informationsverarbeitung in Automatisierungsprozessen. Der Produktionsprozess der Milchgewinnung wird mit einem ganzheitlichen Ansatz bearbeitet, in dem die Themen Milchgewinnung (Technik und Milchqualität), Ergonomie und Tierhaltung (Wohlbefinden, Gesundheit, Verhaltensbiologie/Ethologie) verknüpft werden. 

Grundlage für die Bewertung und Optimierung von Melksystemen ist die physikalische und numerische Modellierung des Melkprozesses und die Belastung des Eutergewebes. Dadurch können schonende Verfahren des Milchentzuges wie das viertelindividuelle Melken weiterentwickelt werden. Für diese Forschungsarbeiten steht am ATB ein Versuchsmelkstand mit Melksimulator zur Verfügung. Praxisuntersuchungen verschiedener Melksysteme werden in der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung in Groß Kreutz durchgeführt.

 

Aktuelle Forschungsfragen:

  • Einfluss verschiedener Melksysteme auf Milchqualität, Melkeigenschaften, Euterphysiologie und Ergonomie
  • Entwicklung eines viertelindividuellen Milchmengenmessgerätes zur präzisen Melksystemsteuerung (ViMi )
  • Weiterentwicklung eines neuartigen Melkbechers mit getrennter Melk- und Haltefunktion und zusätzlicher Stimulation der Zitzen während des Melkvorganges (MeMa)
  • Sensorgestützte Erfassung des Belastungsgrades der bovinen Zitze durch den Einfluss des Melkens
  • ICAR -Testcenter für Milchmengenmessgeräte
  • Analyse von Qualitäts- und Gesundheitsparametern aus der Milch 

 

 

 

 

 

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