Zur Analyse der Vakuumstabilität und Vakuumschwankung in verschiedenen Melksystemen wurde die Nassmessmethode angewendet.
Das viertelindividuelle Melksystem MultiLactor® kann mit Gleich-/Wechseltaktpulsation aber auch mit der neu entwickelten sequenziellen Pulsation betrieben werden.
Welche Pulsationseinstellung sich bei verschiedenen Milchdurchflüssen am günstigsten auf Vakuumschwankungen und -abfälle auswirkt, zeigt nachfolgend dargestellte Untersuchung. In der nebenstehenden Tabelle sind die Verzögerungszeiten für die drei unterschiedlichen Pulsationsarten dargestellt.
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Erste Ergebnisse zum Vakuumverhalten bei unterschiedlicher Pulsation |
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| In der Abbildung zeigt sich, dass sowohl Vakuumschwankungen als auch Vakuumabfälle am Melksystem MultiLactor® bei sequenzieller Pulsation und bei Wechseltaktpulsation geringer ausfallen als bei Gleichtaktpulsation. Insbesondere bei einem Durchfluss von über 2 l/min ergibt sich bei Gleichtaktpulsation ein Abfall von bis zu 4 kPa. Ein Vakuumabfall bei Wechseltakt und sequenzieller Pulsation tritt hingegen erst bei einem Durchfluss von über 5 l/min ein. Größere Vakuumschwankungen und -abfälle treten nur bei Gleichtaktpulsation auf, insbesondere ab vier Liter Durchfluss pro Minute. Wird die Zitze durch zu hohe Saugkräfte belastet, kann es zu Eutererkrankungen kommen. Somit sollte das Melksystem MultiLactor® grundsätzlich mit sequenzieller Pulsation oder mit Wechseltaktpulsation betrieben werden. Da bei sequenzieller Pulsation die Vermischung der Viertelgemelke an der Schlauchzusammenführung gleichmäßiger verläuft, ist die sequenzielle Pulsation eindeutig zu empfehlen. Ob die sequenzielle Pulsation auch bei konventionellem Melksystem mit Milchsammelstück Vakuumabfälle und -schwankungen vermindern kann, muss gesondert untersucht werden.
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2009
STRÖBEL, U.; ROSE-MEIERHÖFER, S.; AMMON, C.; BRUNSCH, R.: Viertelindividuelles Melken mit MultiLactor® in Melkständen. Landtechnik, 64, H. 2, S. 106-108.
2004
ROSE, S.; ÖZ, H.: Determination of vacuum fluctuations in different milking units using wet-test method. AgEng Conference, Leuven (B), Paper 362 (CD).
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