Wirkung von Enzymen auf das Fließverhalten von Flüssigfutter




verantwortlicher Wissenschaftler:  Dr.-Ing. Werner Berg                     Forschungsthema 1.3.4


Flüssigfutter besteht zumeist aus Getreideschrot und Wasser und wird in der Schweinehaltung vollautomatisch angemischt, gepumpt und dosiert. Die Flüssigfuttermischungen haben eine dickbreiige Konsistenz mit hoher Viskosität. Ein erhöhter Wasseranteil verbessert zwar das Fließ- und Förderverhalten, verringert jedoch die Nährstoffkonzentration des Futters und führt zu größerem Gülleanfall. Es wurden Futterenzyme untersucht, mit denen man die Viskosität von Flüssigfutter verringern kann. Dazu wurden von Futtermischungen unterschiedlicher Zusammensetzung mit Hilfe eines Rotationsviskosimeters Rühr- und Fließkurven gemessen und bewertet.
Es ist zum einen ein α-Amylase-Präparat, das die Stärke im Futter in kurze, leicht lösliche Fragmente teilen soll. Die eingesetzte α-Amylase bewirkt vor allem bei Flüssigfutter mit thermisch aufgeschlossener Stärke eine deutliche Reduzierung der Viskosität. Zum anderen wurde die Wirkung eines NSP-spaltenden Multi-Enzym-Präparates untersucht. Damit kann die Viskosität von Weizen- und Gerstenfuttermischungen bei pH < 5,3 um bis zu 40 % vermindert werden. Diese Aufgaben wurden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie bearbeitet.


   
   Rotationsviskosimeter mit Rührer                                 Enzymwirkung bei konstanter Scherung
                 und Messzylindern


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