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Einleitung |
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Eutererkrankungen stellen trotz einigen Fortschritts noch immer ein großes Problem in der Milchviehhaltung dar. Eine mögliche Ursache ist im Melkprozess zu sehen. Das Tier steht in direktem Kontakt mit der Melkeinheit. Eine Reihe von Gründen können dabei zu Problemen führen. Die Positionierung der Melkeinheit bildet einen Komplex daraus. Werden die Zitzen abgeknickt oder verdreht, kann dies zu Milchflussstörungen und einem schlechten Ausmelkgrad führen. Des Weiteren wird das Zitzengewebe unnötigen Belastungen ausgesetzt.
Ziel der Untersuchung ist es, Aufschlüsse darüber zu bekommen, inwieweit sich die hauptsächlich durch die Melkzeugkonstruktion und Schlauchführung entstehenden Kräfte bei verschiedenen Melksystemen unterscheiden. Im Besonderen wurde dabei die Anpassungsfähigkeit bei unterschiedlichen Euterformen getestet. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen die Melkzeuge und Schlauchführungssysteme technisch verbessert werden, um eine möglichst optimale Positionierung auch bei stufigen Euterformen zu erreichen. Um die auftretenden Kräfte erfassen und analysieren zu können, hat die DLG einen Prüfstand (Abbildung) entwickelt, der die Möglichkeit bietet, die Vertikal-, Dreh- und Horizontalkräfte zu messen. Des Weiteren können verschiedene Euterformen (normal, stufig, weitstehend) untersucht werden. Verschiedene Fabrikate von automatischen und konventionellen Melksystemen werden dazu getestet.
Viele Melkzeuge haben Probleme bei der Anpassung der Melkbecher an das Euter, im Besonderen bei stufiger Euterform. Die untenstehenden Diagramme zeigen die durchschnittlichen Vertikalkräfte bei den untersuchten Melksystemen. Der Fischgrätenmelkstand 33° (FGM 33°) zeigt die größten Differenzen zwischen den einzelnen Zitzen. Die Kraftunterschiede beim Side-by-Side-Melkstand, dem Fischgrätenmelkstand 50° und den automatischen Melksystemen (AMS) mit Melkmodul sind im Vergleich zum FGM 33° geringer. Die besten Ergebnisse sind beim AMS mit einzelner Schlauchführung festzustellen. Dort wirkt auf jede Zitze die Vertikalkraft in gleicher Höhe. Dies bedeutet, dass die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Euterformen gut ist. Dies lässt sich durch die viertelindividuelle Melkzeugkonstruktion bei diesen Systemen erklären.
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Vertikalkräfte in konventionellen und automatischen Melksystemen
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Schlussfolgerungen |
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In Betrachtung der entstehenden Kräfte an den Zitzen sind insbesondere die AMS mit einzelner Schlauchführung als gut zu bewerten. Die Anpassungsfähigkeit der Melkbecher kann sehr positiv für die Eutergesundheit gesehen werden. Kräfte an den Zitzen können minimiert werden.
In konventionellen Melksystemen werden die Kräfte hauptsächlich durch die Melkzeugkonstruktion, den Melkstandtyp und den Melker beeinflusst. Es treten insbesondere Probleme bei stufiger Euterform auf. Dabei ist es wichtig Schlauchführungshilfen im Melkstand korrekt einzusetzen und neue Melkzeugkonstruktionen zu entwickeln.
In automatischen Melksystemen liegt der größte Einfluss in der Konstruktion des Melkzeugs/AMS-Typ und der Zuverlässigkeit der arbeitenden Technik. Insgesamt betrachtet lassen sich Unterschiede bei den einzelnen Systemen erkennen, welche genauer analysiert und neue technische Lösungen geschaffen werden sollten.
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