Einzelschlauchführung im konventionellen Melkstand




verantwortlicher Wissenschaftler:  Dr. rer. agr. Sandra Rose-Meierhöfer                    Forschungsthema 1.3.2


Einleitung
Trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren stellen die Eutererkrankungen noch immer ein großes Problem in der Milchviehhaltung dar. Eine Ursache ist dabei im Melkprozess zu suchen. Eine Reihe von Faktoren kann dabei Probleme verursachen, insbesondere sind die Positionierung der Melkzeuge und auftretende Vakuumschwankungen von Bedeutung. Ziel ist es, mit Hilfe von einzelner Schlauchführung anstelle des Sammelstückes im Melkzeug Kräfte am Euter zu reduzieren und für stabile Vakuumverhältnisse am Euter zu sorgen, um somit die Eutergesundheit zu verbessern.



Messmethodik für Kräfte und Vakuum
  • automatische Melksysteme mit einzelner Schlauchführung (AMS)
  • konventionelle Melkstände/Melkzeuge (MZ, konventionell)
  • konventionelle Melkstände mit einzelner Schlauchführung (MZ, viertelindividuell)
Die Vertikal-, Dreh- und horizontalen Längs- und Querkräfte wurden mit Hilfe eines von der DLG entwickelten Prüfstandes erfasst (s. Bild).
Des Weiteren wurde das Vakuumverhalten getestet. Zur Analyse der zyklischen Vakuumschwankungen und des mittleren Vakuums wurde die Nassmessmethode verwendet.



Prüfstand          Vertikalkräfte

       Prüfstand zur Kraftmessung                               Vertikalkräfte in verschiedenen Melksystemen




Kräfte und Vakuumverhalten am Euter in verschiedenen Melkzeugen
Die gleichmäßige Belastung auf alle vier Zitzen und die senkrechte Ausrichtung der Zitzenbecher ist entscheidend für den Melkprozess. Das konventionelle Melkzeug zeigt große Differenzen zwischen den vorderen und hinteren Eutervierteln (s. Diagramm) Im AMS und dem Melkzeug mit viertelindividueller Schlauchführung wirkt an allen Zitzen eine gleichgroße Kraft. Bei beiden Systemen ist eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Euterformen gegeben.
Bei den Vakuummessungen waren die Vakuumschwankungen im Melkzeug mit viertelindividueller Schlauchführung mit einem Schlauchdurchmesser von 16 mm (MC, 16 mm) am geringsten und es zeigte die beste Vakuumstabilität.



Zusammenfassung/Schlussfolgerung
Die festgestellten Eigenschaften von dem Melkzeug mit viertelindividueller Schlauchführung können als positiv bewertet werden. Auf alle Zitzen wirkt die gleiche Vertikalkraft und es können die Dreh- und Horizontalkräfte reduziert werden. Die Vakuumeigenschaften können als gut bei einem Schlauchdurchmesser von 16 angesehen werden. Das System kann in Zukunft möglicherweise Einsatz in großen konventionellen


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