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Mehltauerkennung mit Hilfe einer
Wärmekamera bei Weizen (links infizierte Pflanzen, rechts gesunde
Pflanzen)
Die intelligente Nutzung von
Informationen in der Landwirtschaft bietet vielfältige Möglichkeiten
einer präziseren Steuerung der mit der Landbewirtschaftung verbundenen
Prozesse. Zur Erfassung und Verarbeitung der Informationen werden
vielfach Sensoren und numerische Modelle eingesetzt. Sensoren erfassen
die räumliche Heterogenität des Bodens, des Bestandes und der Ernte,
registrieren den Verlauf der Bodenfeuchte und der Bestandsdeckung, die
Reflektion des Bestandes im Infrarotbereich und in den Spektralfarben
des sichtbaren Lichts, erfassen die Feuchte des geernteten Gutes,
verzeichnen Temperatur, Luftfeuchte und weitere Klimaparameter in
Lagerhallen und Ställen, erkennen Tiermarkierungen und ermitteln
Körpertemperaturen, Futtermengen und Milchleistungen, ermitteln
Keimzahlen und elektrische Leitfähigkeit der landwirtschaftlichen
Produkte, und vieles mehr.
Aufgabe der Technikbewertung ist es die Prozesse und veränderten
Produktionsweisen, die sich aus der Anwendung dieser Sensoren ergibt, in
ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen zu
untersuchen. Die Einführung neuer sensorgestützter Technologien ist oft
mit einem hohen Anschaffungskosten verbunden, die durch eine erhöhte
Effizienz oder anderen Vorteilen kompensiert werden müssen, um von
Landwirten angenommen zu werden. Die verbesserte Ressourcennutzung
sollte auch in einer verbesserten Umweltbilanz münden. Die Anwendung
sensorgestützter Produktionsweisen hat auch einen erheblichen Einfluss
auf die Qualifikation, den Zeitaufwand und den Arbeitsablauf der hiermit
betrauten Arbeitskräfte.
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