Entwicklung von Dekontaminations-
verfahren als Technologieantwort auf zukünftiges Qualitätsmanagement im Nacherntebereich


Projektbearbeiter:  Dr. agr. Martin Geyer,  Dr. rer. nat. Karin Hassenberg, Dr. rer. nat. Christine Idler,
                            Veronika Egert, Astrid Zimmermann                            
Kooperation: Schneider Fördertechnik GmbH

 Projektbeschreibung:

Problematik und Zielstellung:

Die Verluste an Lebensmitteln durch mikrobiellen Befall in der EU werden auf etwa 30% geschätzt. Einen Beitrag zu deren Minimierung soll das Projekt leisten, wobei sich unsere Untersuchungen auf Möhren und Kartoffeln konzentrieren.

Möhren und Kartoffeln sind nach der Ernte sehr anfällig gegen Schädlinge und Krankheitserreger. Große Probleme bestehen insbesondere bei gewaschenen, aufbereiteten und verpackten Möhren und Kartoffeln auf ihrem Weg bis zum Verbraucher. Temperaturheterogenitäten und hohe Luftfeuchte in den Verpackungen bieten Mikroorganismen z.T. optimale Wachstumsbedingungen. Die Verderbrate ist, insbesondere in Jahren mit hohen Anfangskeimgehalten, sehr hoch.

Die Verbreitung der Bakterien ist vielfältig. Neben der Übertragung auf dem Feld durch das Bodenwasser können im Lager beim Sortieren und Abpacken die Knollen kontaminiert und infiziert werden. An der letztgenannten Stelle soll der Lösungsansatz greifen und die Übertragung der Mikroorganismen durch Dekontamination mit ozontem Wasser minimieren. Bekannt ist, dass Ozon sowohl bakterizid als auch fungizid wirkt. Das FuE-Projekt hat die Entwicklung einer innovativen Dekontaminationsanlage für Wurzelgemüse zum Ziel. Der Dekontaminationsschritt soll als einzelnes Verfahren durchgeführt werden, wobei die Integrierbarkeit in den praktischen Prozessablauf eine vorrangige Notwendigkeit im Hinblick auf die produkttechnische Umsetzbarkeit darstellt.

Zielgruppe:

Hersteller, Wissenschaftler, Politik

Pectobacterium carotovora auf Mac-Conkey-Agar

Schwarze Wurzelfäule (Thielaviopsis basicola) auf Möhren





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