Forschungsfeld 2: Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln

Forschungsprogramm 2.1

  Qualitätssicherung bei leichtverderblichen Produkten


Programmverantwortlicher: Dr. Martin Geyer
Abteilung 6 - Technik im Gartenbau



Die Sicherung der Qualität von Obst, Gemüse, Kartoffeln und Zierpflanzen von der Ernte bis zum Verbraucher ist der Anspruch dieses Forschungsprogramms. Ohne die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu vernachlässigen Karotten in der Klimakuvette - wie lange sind sie frisch? werden neue optimierte Methoden und Verfahren entwickelt, bewertet und appliziert, um dem Verbraucher höchste Qualität zur Verfügung zu stellen. 

Frische gartenbauliche Produkte einschließlich Kartoffeln sind schwierig zu handhaben, da sie leben, sich nach der Ernte weiterentwickeln und meist schnell verderben. Die Kenntnis des spezifischen Verhaltens der einzelnen Produkte gegenüber sich ändernden äußeren Einflüssen ist Voraussetzung dafür, qualitätssichernde technische Verfahren weiter zu entwickeln. Das Forschungsthema hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die spezifischen physiologischen und qualitätsrelevanten physikalischen Eigenschaften als objektive Kriterien zur Überprüfung von ausgewählten Produktgruppen zu erarbeiten. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Entwicklung und Anpassung von Sensoren sowie ihre Applikation, insbesondere für kostengünstige, nicht destruktive und schnelle Methoden zur Qualitätsbestimmung.

Produkte wie Kern-, Stein- und Beerenobst aber auch die meisten Gemüsearten sind extrem empfindlich gegen mechanische Belastungen und weisen ein hohes Verderbsrisiko bei Mikrobenbefall auf. Insbesondere Beerenobst und Gemüse unterliegen durch hohe Transpirations- und Atmungsraten einem hohen Verlustrisiko. Diese Produkte verlangen daher spezifische, den Produkten bestmöglich angepassteTeilmechanisierte Ernte von Spargel unter Folie Verfahren der Ernte und Aufbereitung, wobei produktschonende Handarbeit auch zukünftig noch eine bedeutende Rolle spielen wird. Die hohe Empfindlichkeit zwingt dazu, sowohl die Einzelprozesse qualitätsgerecht durchzuführen als auch die Abläufe in der gesamten Produktions- und Handelskette optimal auf das Produkt abzustimmen. Forschungsaufgaben bestehen insbesondere in der verbesserten Kontrolle und Steuerung der Prozesse durch Einbindung von Sensoren.

Kartoffeln, Möhren und Speisezwiebeln reagieren ebenfalls sehr empfindlich auf mechanische Belastungen und Mikrobenbefall. Sie wird unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch mit weitgehend ähnlicher mechanischer Verfahrenstechnik geerntet und aufbereitet. Deshalb besitzt die produktschonende Gestaltung der Ernte- und Aufbereitungsverfahren und davon abhängige Reduzierung von Verlusten hohe wirtschaftliche Bedeutung. Für ein verbessertes Qualitätsmanagement sind durch die Forschung geeignete Prüfmethoden und Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus besteht hoher Forschungsbedarf bei der verlustarmen Verfahrensgestaltung während der Lagerung und bei der Optimierung der Logistik für diese empfindlichen Produkte.

Übersicht Forschungsstruktur
 


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