Die Sicherung der Qualität von Obst, Gemüse,
Kartoffeln und Zierpflanzen von der Ernte bis zum
Verbraucher ist der Anspruch dieses Forschungsprogramms.
Ohne die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu
vernachlässigen
werden neue optimierte Methoden und
Verfahren entwickelt, bewertet und appliziert, um dem
Verbraucher höchste Qualität zur Verfügung zu
stellen.
Frische gartenbauliche Produkte einschließlich
Kartoffeln sind schwierig zu handhaben, da sie leben,
sich nach der Ernte weiterentwickeln und meist schnell
verderben. Die Kenntnis des spezifischen Verhaltens
der einzelnen Produkte gegenüber sich ändernden
äußeren Einflüssen ist Voraussetzung dafür,
qualitätssichernde technische Verfahren weiter zu
entwickeln. Das Forschungsthema hat sich deshalb zum
Ziel gesetzt, die spezifischen physiologischen und
qualitätsrelevanten physikalischen Eigenschaften als
objektive Kriterien zur Überprüfung von
ausgewählten Produktgruppen zu erarbeiten. Ein
wichtiger Baustein ist dabei die Entwicklung und
Anpassung von Sensoren sowie ihre Applikation,
insbesondere für kostengünstige, nicht destruktive
und schnelle Methoden zur Qualitätsbestimmung.
Produkte wie Kern-, Stein- und Beerenobst aber auch
die meisten Gemüsearten sind extrem empfindlich gegen
mechanische Belastungen und weisen ein hohes
Verderbsrisiko bei Mikrobenbefall auf. Insbesondere
Beerenobst und Gemüse unterliegen durch hohe
Transpirations- und Atmungsraten einem hohen
Verlustrisiko. Diese Produkte verlangen daher
spezifische, den Produkten bestmöglich angepasste
Verfahren der Ernte und Aufbereitung, wobei produktschonende Handarbeit auch zukünftig noch eine
bedeutende Rolle spielen wird. Die hohe
Empfindlichkeit zwingt dazu, sowohl die Einzelprozesse
qualitätsgerecht durchzuführen als auch die Abläufe
in der gesamten Produktions- und Handelskette optimal
auf das Produkt abzustimmen. Forschungsaufgaben
bestehen insbesondere in der verbesserten Kontrolle
und Steuerung der Prozesse durch Einbindung von
Sensoren.
Kartoffeln, Möhren und Speisezwiebeln reagieren ebenfalls sehr
empfindlich auf mechanische Belastungen und
Mikrobenbefall. Sie wird unter den gegebenen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch mit
weitgehend ähnlicher mechanischer Verfahrenstechnik
geerntet und aufbereitet. Deshalb besitzt die produktschonende Gestaltung der Ernte- und
Aufbereitungsverfahren und davon abhängige
Reduzierung von Verlusten hohe wirtschaftliche
Bedeutung. Für ein verbessertes Qualitätsmanagement
sind durch die Forschung geeignete Prüfmethoden und
Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus besteht
hoher Forschungsbedarf bei der verlustarmen
Verfahrensgestaltung während der Lagerung und bei der
Optimierung der Logistik für diese empfindlichen
Produkte.
Übersicht
Forschungsstruktur