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Themenleiterin:
Dr. Sandra Rose-Meierhöfer (
Abt.
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Melktechnik
Während des Melkvorganges steht das Tier in direktem Kontakt mit Mensch und Maschine. Trotz zahlreicher technischer Fortschritte in den letzten Jahren stellt der maschinelle Milchentzug eine physiologische Belastung für das Tier dar. Systematische Analysen zu deren Reduzierung fehlen bisher. Auch im Arbeitsumfeld des Melkers besteht Forschungsbedarf. Die Arbeitsbelastung muss untersucht und verbessert werden.
Eutererkrankungen (unabhängig von ihrer Ursache) werden in der Regel zu spät erkannt. Die Aussagesicherheit von automatischen Systemen zur Überwachung der Eutergesundheit bzw. der Milchqualität ist unzureichend. Ziel verschiedener Forschungsthemen ist es, die Wirkung der Melktechnik auf das Euter zu analysieren. Dazu sind Labor- und Praxisuntersuchungen notwendig. Aus den Ergebnissen werden Ansätze für konstruktive Veränderungen am Melkzeug erwartet, die zur Reduzierung der Euterbelastung führen, eine Arbeitserleichterung für den Melker darstellen und zu einer spürbaren Senkung der Eutererkrankungen führen.
Die Arbeiten zum Melken umfassen im Rahmen eines bilateralen Projektes zwischen der BRD (ATB) und der Tschechischen Republik (VUZT Prag) Untersuchungen zu thermografischen Messungen der Hauttemperatur als eine zusätzliche Messmethode zur Einzeltierdiagnostik und zum Herdenmanagement. Die durchgeführten Arbeiten bestätigen die Hypothese, dass die verwendete Melktechnik während des Melkens einen großen Einfluss auf die Blutzirkulation im Euter hat. Mit Thermoaufnahmen wird die Zitzenoberflächentemperatur an verschiedenen Messpunkten vor Beginn und nach dem Melken in konventionellen und automatischen Melksystemen erfasst und analysiert.
Als weitere Untersuchungen in Melksystemen werden Kraftmessungen am Euter durchgeführt und bewertet. Als Einflussfaktoren werden dabei Melker, Melkstandtyp und Melktechnik (z. B. Schlauchführungshilfe) quantifiziert. Des weiteren werden verschiedene Melksysteme auf ihr Vakuumverhalten untersucht. In die Untersuchungen werden neben den bisherigen Melksystemen auch in der Entwicklung befindliche Prototypen einbezogen
(euterviertelbezogene Melkzeuge). Neben der Analyse von physiologischen und technischen Melkparametern, die auf das Tier wirken, wird die
Belastungssituation des Melkers erfasst. Da die physischen, aber auch die psychischen Belastungen beim Melker sehr hoch sind, werden ausgehend von der Validierung und Weiterentwicklung von Methoden zu ergonomischen Belastungsanalysen beim Arbeitsverfahren Melken Optimierungsstrategien abgeleitet. Mit dieser Methode werden die Arbeitsbelastungen in den unterschiedlichen Melkverfahren untersucht und Belastungsanalysen durchgeführt.
In weiteren Untersuchungen zur Eutergesundheit wird die Ionenkonzentration im Vorgemelk in ihrer Variabilität erfasst und der Zusammenhang zu einfachen messbaren Größen (Leitfähigkeit, Zellzahl) und dem Gesundheitsstatus beschrieben. Die Integration eines geeigneten Biosensors ist das Fernziel dieser Arbeiten.
Übersicht
Forschungsstruktur
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