|
Programmverantwortlicher:
Dr. Werner Berg
Abteilung 5 - Technik in der Tierhaltung
Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung befindet sich im
Spannungsfeld aus Tierschutz/ Tiergesundheit/ Fütterung,
Natur-/ Umweltschutz, vorsorgendem gesundheitlichen
Verbraucherschutz/Lebensmittelsicherheit,
Verbrauchereinstellungen/ -verhalten sowie den
wirtschaftlichen Interessen der Tierhalter und deren
Entwicklungsperspektiven. Analyse, Bewertung und
Weiterentwicklung von Tierhaltungsverfahren stehen im
Mittelpunkt des Forschungsprogramms. In der
Auseinandersetzung mit dem Thema Tierschutz und
Nutztierhaltung hat sich die "Tiergerechtheit"
als übergeordneter Begriff etabliert. Er umschreibt,
inwieweit eine durch ein beliebiges Produktionsverfahren
definierte Umwelt die Anpassungsfähigkeit einer
Nutztierart erfüllt oder überfordert. Die Bandbreite der Forderungen
reicht bis hin zur "Natürlichkeit" der
Haltungsform und einem "humanen",
ethisch-verantwortbaren Umgang mit den Tieren von der
Geburt bis zur Schlachtung. Einflussfaktoren auf die
Tiergerechtheit sind u.a. Haltung, Fütterung,
Management, Leistung, Gesundheit, Alter und Genetik. Diese Faktoren
beeinflussen gleichzeitig die Umweltverträglichkeit der
Tierproduktion. Die Forschung innerhalb von Haltung, Klimatisierung,
Produktgewinnung, Entsorgung und Management erfordert die Verbindung
von ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen (z. B. Rheologie,
Thermodynamik, Strömungsmechanik) mit biologischem
Wissen (z. B. über Physiologie, Ernährung, Ethologie,
Biotechnologie).
Die Palette der bearbeiteten Forschungsthemen reicht von Fragen zu emissionsarmen und tiergerechten Haltungsverfahren, neuen sensorgestützten Tierdatenerfassungssystemen bei allen Nutztierarten bis zu Fragen des euterschonenden Melkens und der umweltverträglichen Nutzung von Wirtschaftsdüngern.
Übersicht
Forschungsstruktur
|