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Was ist ein Etikettensensor?
- ein kreditkartengroßes Datenerfassungssystem mit Analogeingang zur
Temperaturmessung zum Aufkleben auf Verpackungen
- Medium zum Transport weiterer produktspezifischer Daten
Wozu müssen Daten erfasst werden?
- zum Erkennen der Stellen in der Kette vom Erzeuger bis zum Verbraucher, in
denen die meisten Verluste auftreten
- zum Ergreifen von wirksamen Gegenmaßnahmen
Welches Ziel wird verfolgt?
- Verlängerung der Haltbarkeit von Obst und Gemüse nach der Ernte und die
Verbesserung der Qualität
- Verbesserung von Verbraucherinformationen
- Rückverfolgbarkeit von Produkt- und Prozessinformationen
Was bedeutet Rückverfolgbarkeit bei gartenbaulichen Produkten?
- Kenntnis von: - Herkunft
(einschließlich Angaben zur Vorernteperiode)
- Aufbereitung des Produkts und Belastungen nach der Ernte
- Verteilung und Verbleib des Produkts nach seiner Auslieferung
Welche Daten sollen erfasst werden?
- Temperatur-Zeit-Datensätze
- produktspezifische Daten wie Hersteller, Produktart, Sorte,
Handelsklasse, Vorerntebedingungen
Prinzipschema

Funktionsweise
- Temperaturspeicherung in wählbaren Intervallen
- Lesen und Schreiben anwenderspezifischer Daten in Datenspeicher
- interne Prozesse auf Sensorkarte und Temperaturmessung werden durch auf der
Karte integrierte Spezialbatterie gespeist
- Datenübertragung zwischen Schreib-/Leseeinheit und Sensorkarte wird über
Antenne mittels Radiowellen gewährleistet
Leistungsparameter
| Abmessungen |
86 x 54 x 1,5 mm |
| Speicherkapazität |
max. 64
Temperatur-Zeit-Datensätze, alternativ 48 Temperatur- Zeit-Daten
+ andere relevante Produktdaten (verschlüsselt) |
| Frequenz |
13,56 MHz |
| Datenzugriff |
Schreiben, Lesen,
Schreibschutz |
| Messintervall |
einstellbar zw. 5 s
und 43200 s (12h) |
| Messgenauigkeit |
1,0 K (innerhalb eines
Anwendungsbereiches von 20 K) |
| Messbereich |
-20°C ... +50°C |
| Überwachungsbereich |
2 Grenzwerte (ohne
Aufzeichnung der Temperaturen) |
| Batterielebensdauer |
ca. 10 Monate
(abhängig von Nutzung und Umgebungsbedingungen) |
Erprobung der Etikettensensoren unter praktischen Bedingungen am ATB
- Funktionelle Fragen
-
Zuverlässigkeit der Temperaturmessung
-
Lebensdauer der Batterie bei wechselnden
Umgebungsbedingungen
-
Randbedingungen für die Datenübertragung
- Herangehensweise
- Integrationsmöglichkeit in bestehende
Organisationssysteme
- Erweiterung vorhandener Haltbarkeitsmodelle und Anpassung der
Etikettensensoren
Beispiel einer Temperaturaufzeichnung aus einer
realen Nacherntekette

Thermische Nacherntebelastung von ökologisch erzeugtem
Brokkoli auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher, parallel mit
Datalogger und Etikettensensor erfasst
Praktische Einsatzmöglichkeiten
- Überwachung von Frischmarktprodukten auf dem Weg vom
Erzeuger zum Verbraucher
- Bereitstellung von Informationen über den Grad des Abbaus von
Inhaltsstoffen an jeder Stelle der Nacherntekette auf der Grundlage von
Haltbarkeitsmodellen
Welche Produktarten sind geeignet?
- Produkte mit hohem natürlichen Transpirationsschutz
wie Äpfel oder Tomaten
- Produkte mit hohem künstlichen Transpirationsschutz wie verpackte
Produkte in Folie oder Karton
- Vorverarbeitete Produkte wie Schnittsalate oder Salatmischungen
Welche Produktarten sind nicht geeignet?
- empfindliche Produkte mit geringem natürlichen und ohne künstlichen
Transpirationsschutz
Handhabung des Etikettensensors in der Praxis
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Start der Messung und
Einlesen weiterer Daten |
Anbringen des Etikettensensors
an der Verpackung |
Befüllen der Verpackung und Messen der
thermischen Belastung |
Auslesen von Mess- und Produktdaten |
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