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Im Umfeld von Berlin sind traditionell eine große Zahl agrarwissenschaftlicher Einrichtungen angesiedelt - Einrichtungen die hochspezialisiert forschen und oft auch auf eine 50jährige oder sogar 100jährige Erfahrung zurückblicken.

Der allgemeine Sparzwang trifft die Agrar- und Umweltforschung in einem Augenblick, in dem der Problemdruck für die Landbewirtschaftung, die Ernährung oder den Verbraucherschutz immer größer wird. Stichworte hierfür sind BSE, Gentechnik, wachsender Hunger in der Welt oder Artensterben. Zudem wendet sich die Forschung immer mehr den weltweiten Zusammenhängen beim Klima, der Bodenfruchtbarkeit oder dem Wasserhaushalt zu. Ohne noch engere Zusammenarbeit ist eine finanzierbare, ergebnisorientierte Agrarforschung schwer vorstellbar“, so der Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze.

Die Bildung einer Forschungsplattform ging von einer gemeinsamen Initiative der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung Müncheberg aus. So wurde dafür plädiert, aus Kostengründen Verwaltungen zu verzahnen, Kooperationen auch über virtuelle Institutionen aufzubauen und weitere Partner einzubeziehen. Als notwendig erachtet wurden die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, die Prüfung der Einrichtung eines Graduiertenkollegs, eine verstärkte Lobbyarbeit für Forschungsprojekte aus Berlin und Brandenburg auf EU-Ebene sowie eine Verstärkung des Wissenstransfers.

So arbeitet der im März 2006 gegründete Arbeitskreis "Energetische Nutzung von Biomasse" an der Abstimmung von Forschungsinhalten, dem Austausch von Ergebnissen und der Intensivierung von Kooperationen der beteiligten Einrichtungen und trägt so - im nationalen Kontext - zur Stärkung des Raums Berlin Brandenburg als "Biomasseregion" bei.

Nach dem ATB, der BBA und der LFA Eberswalde hat seit November 2006 die Fachhochschule  Eberswalde den Vorsitz der Forschungsplattform satzungsgemäß für ein Jahr übernommen.