BERLIN Berlin-Brandenburg soll zum
Standort eines bundesweiten Kompetenzzentrums für die Entwicklung des ländlichen
Raumes werden. Die Bildung eines solchen Verbundes wissenschaftlicher
Einrichtungen, der als so genannter Exzellenz-Cluster mit öffentlichen Mitteln
gefördert werden soll, hat sich die "Forschungsplattform Ländliche Räume"
Berlin-Brandenburg zum Ziel gesetzt.
Im Rahmen der
Bund-Länder-Initiative, in der bis 2011 rund 1,9 Milliarden Euro für die
Forschungsförderung fließen sollen, wird über die Bildung von bundesweit etwa 30
solcher Netzwerke diskutiert. "Die Region verfügt zur Entwicklung ländlicher
Räume über die größte Dichte wissenschaftlicher Institutionen", sagte Reinhard
Hüttl von der zur Forschungsplattform gehörenden Brandenburgischen Technischen
Universität Cottbus gestern in Berlin.
Die Forschungsplattform, in der 16
wissenschaftliche Einrichtungen der Region vereint sind, wurde 2004 unter der
Moderation des Potsdamer Ministeriums für Ländliche Entwicklung gegründet. Sie
vereint Institute der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, aber auch
naturwissenschaftliche Einrichtungen wie etwa das Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung. Den Vorsitz hat gestern die Biologische Bundesanstalt für
Land- und Forstwirtschaft übernommen, deren Standort Ost in den kommenden Jahren
in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) konzentriert wird. gd