Forschungsfeld 2: Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln

Forschungsprogramm 2.1: Qualitätssicherung bei leichtverderblichen Produkten

Forschungsthema 2.1.4  

Verfahrenstechnik  leichtverderblicher Produkte

 


Themenleiter: Manfred Linke ( Abt. 6)

Team: Dr. Martin Geyer (Abt. 6), Dr. Sabine Geyer (Abt. 3), Dr. Klaus Gottschalk (Abt. 3), Dr. Karin Hassenberg (Abt. 6), Dr. Werner Herppich (Abt. 6), Dr. Thomas Hoffmann (Abt. 3), Dr. Christine Idler (Abt. 1), Dr. Martina Jakob (Abt. 6), Michael Pflanz (Abt. 6), Dr. Ulrike Praeger (Abt. 6), PD Dr. Annette Prochnow (Abt. 2), Dr. Oliver Schlüter (Abt. 6), Dr. Manuela Zude (Abt. 6)

Verfahrenstechnische Prozesse bei hochempfindlichen gartenbaulichen Produkten
 Implantierter Sensor zum Aufspüren von Belastungsquellen im Nacherntebereich                                                   Ein Drittel der erzeugten empfindlichen gartenbaulichen Produkte, aber auch Kartoffeln, verderben bevor sie den Endverbraucher erreichen. Die Hauptursachen dafür sind in der nicht sachgemäßen Handhabung der Produkte bei der Ernte und im Verlauf der Nachernte zu suchen. Die natürlichen Schutzmechanismen der Pflanzen bzw. Pflanzenteile werden durch mechanische Verletzungen häufig in Kombination mit unangepassten klimatischen Belastungen herabgesetzt, so dass einerseits Transpirationsverluste zunehmen und andererseits innere Abbauprozesse und durch Mikroben bedingter Verderb beschleunigt ablaufen können. Die Zielstellung des Forschungsthemas besteht in erster Linie darin, 
Qualitätsverluste durch eine produktangepasste Prozessführung (Aufbereitung, Klima, Verpackung) in den Phasen der Nachernte (Transport, Kurzzeitlagerung, Präsentation) zu verringern. Dies wird u. a. auch durch die Entwicklung neuer Algorithmen zur Steuerung des Lagerklimas unterstützt. Die Grundlage bilden Computermodelle zum Stoff- und Wärmeübergang sowie neue Verfahren zur Überwachung von Luftströmungen, beispielsweise durch Thermografie. Der Fokus zukünftiger Arbeiten liegt auf der Applikation von Sensorfusionen und von weiteren Netzwerkkomponenten für Kontrollstrukturen in der Nacherntekette, die zur Aufdeckung von Schwachstellen geeignet sind. Sowohl der Einsatz von zukunftsorientierten Materialien (z. B. für Verpackungen) als auch von Bausteinen der Mikrosystemtechnik für technische Lösungen zur Kontrolle und Rückverfolgung von Prozessen soll vorangebracht werden. Dabei sollen vorrangig ressourcenschonende Verfahren entwickelt und zur Anwendung gebracht werden. Entsprechend ergeben sich in der Kombination aus innovativen Sensoren und dem Kenntnisgewinn bei den produktorientierten Qualitätskriterien grundlegende Veränderungen in den Aufbereitungsketten. Um den Verderb, beispielsweise von gewaschenen und abgepackten Wurzelfrüchten, zu verringern, werden sowohl Methoden zum Bewerten der mikrobiologischen Belastung als auch schonende Verfahren zum Hygienisieren (Ozon, UV-C, Niedertemperatur-Plasma) untersucht. Eine für die gesunde Ernährung wichtige Aufgabe besteht in der Ermittlung und Bewertung von verdeckten Verlusten bei vermarktungsfähigen Produkten. Dabei handelt es sich um Inhaltsstoffverluste, die zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung nicht quantifiziert werden. Deren Kenntnis wird als ein wichtiger Beitrag für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit regional erzeugter Produkte angesehen. Prozessabschnitte, die aufgrund spezifischer Produkteigenschaften manuell erfolgen, bedürfen der Optimierung an den Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, um die Gesamtleistungsfähigkeit sich weiter entwickelnder Systeme zu gewährleisten.

 

Thema aktuell:

Qualitätssicherung bei der Vermarktung

 

Verdunstungsmesszellen im Supermarkt

 

Qualitätssicherungssystem ELSKA, der Schadbildkatalog zur einheitlichen   Auslegung  der EG-Vermarktungsnormen für Obst Gemüse und Speisekartoffeln


Übersicht Forschungsstruktur

 

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