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Themenleiter:
Manfred
Linke (
Abt.
6)
Team:
Dr. Martin Geyer (Abt. 6), Dr. Sabine Geyer (Abt. 3),
Dr. Klaus Gottschalk (Abt. 3), Dr. Karin Hassenberg
(Abt. 6), Dr. Werner Herppich (Abt. 6), Dr. Thomas
Hoffmann (Abt. 3), Dr. Christine Idler (Abt. 1), Dr.
Martina Jakob (Abt. 6), Michael
Pflanz (Abt. 6), Dr. Ulrike Praeger (Abt. 6), PD Dr.
Annette Prochnow (Abt. 2), Dr. Oliver Schlüter (Abt. 6),
Dr. Manuela Zude (Abt. 6)
Verfahrenstechnische Prozesse bei hochempfindlichen
gartenbaulichen Produkten
Ein Drittel der erzeugten empfindlichen gartenbaulichen
Produkte, aber auch Kartoffeln, verderben bevor sie den
Endverbraucher erreichen. Die Hauptursachen dafür sind
in der nicht sachgemäßen Handhabung der Produkte bei der
Ernte und im Verlauf der Nachernte zu suchen. Die
natürlichen Schutzmechanismen der Pflanzen bzw.
Pflanzenteile werden durch mechanische Verletzungen
häufig in Kombination mit unangepassten klimatischen
Belastungen herabgesetzt, so dass einerseits
Transpirationsverluste zunehmen und andererseits innere
Abbauprozesse und durch Mikroben bedingter Verderb
beschleunigt ablaufen können. Die Zielstellung des Forschungsthemas
besteht in erster Linie darin,
Qualitätsverluste durch
eine produktangepasste Prozessführung (Aufbereitung,
Klima, Verpackung) in den Phasen der Nachernte (Transport,
Kurzzeitlagerung, Präsentation) zu verringern.
Dies wird u. a. auch durch die Entwicklung neuer
Algorithmen zur Steuerung des Lagerklimas unterstützt.
Die Grundlage bilden Computermodelle zum Stoff- und
Wärmeübergang sowie neue Verfahren zur Überwachung von
Luftströmungen, beispielsweise durch Thermografie. Der
Fokus zukünftiger Arbeiten liegt auf der Applikation von
Sensorfusionen und von weiteren Netzwerkkomponenten für
Kontrollstrukturen in der Nacherntekette, die zur
Aufdeckung von Schwachstellen geeignet sind. Sowohl der
Einsatz von zukunftsorientierten Materialien (z. B. für
Verpackungen) als auch von Bausteinen der
Mikrosystemtechnik für
technische Lösungen zur Kontrolle und Rückverfolgung von
Prozessen soll vorangebracht werden. Dabei
sollen vorrangig ressourcenschonende Verfahren
entwickelt und zur Anwendung gebracht werden.
Entsprechend ergeben sich in der Kombination aus
innovativen Sensoren und dem Kenntnisgewinn bei
den produktorientierten Qualitätskriterien grundlegende
Veränderungen in den Aufbereitungsketten. Um den
Verderb, beispielsweise von gewaschenen und abgepackten
Wurzelfrüchten, zu verringern, werden sowohl Methoden
zum Bewerten der mikrobiologischen Belastung als auch
schonende Verfahren zum Hygienisieren (Ozon, UV-C,
Niedertemperatur-Plasma) untersucht. Eine für die
gesunde Ernährung wichtige Aufgabe besteht in der
Ermittlung und Bewertung von verdeckten Verlusten bei
vermarktungsfähigen Produkten. Dabei handelt es sich um
Inhaltsstoffverluste, die zum Zeitpunkt der
Kaufentscheidung nicht quantifiziert werden. Deren
Kenntnis wird als ein wichtiger Beitrag für die
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit regional erzeugter
Produkte angesehen. Prozessabschnitte, die aufgrund
spezifischer Produkteigenschaften manuell erfolgen,
bedürfen der Optimierung an den Schnittstellen zwischen
Mensch und Maschine, um die Gesamtleistungsfähigkeit
sich weiter entwickelnder Systeme zu gewährleisten.
Übersicht
Forschungsstruktur
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